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29.03.2010
Magdeburger Volksstimme

Neubert-Rakete entscheidet das Duell zugunsten des HFC

Der Hallesche FC entschied das 66. Sachsen-Anhalt-Derby gegen den 1. FCM gestern mit 1:0 (1:0) für sich. Vor der Saison-Rekordkulisse von 11 234 Fans in der MDCC-Arena erzielte Neubert (38.) das „goldene“ Tor für die über weite Strecken spielbestimmenden Gäste, die weiter ärgster Verfolger von Tabellenführer SV Babelsberg bleiben.
Magdeburg. Es bleibt dabei, der FCM hat nach der Winterpause noch kein Spiel gewonnen. Die Elbestädter versteckten sich keineswegs, mussten aber gestern die Überlegenheit der Hallenser anerkennen.
Ballsicherer, immer in Bewegung, durchdachter, gefälliger, effektiver und in den entscheidenden Szenen cleverer – der 18. Derby-Sieg ging zu Recht an die Saalestädter, die mehr Spielanteile und die klareren Chancen hatten. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Lindenhahn nur den Pfosten des FCM-Tores. „Ich freue mich, dass wir diese umkämpfte Partie gewonnen haben“, erklärte Sven Köhler. Der HFC-Trainer machte seiner Elf allerdings auch den kleinen Vorwurf, sie hätte „später aber das 2:0 machen müssen“.
Dagegen meinte FCM-Übergangs-Coach Carsten Müller: „Für uns war es wichtig, nach den turbulenten letzten Tagen Stärke zu zeigen und uns den Fans ordentlich zu präsentieren. Das ist uns grundsätzlich gelungen. Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Eine dieser Kleinigkeiten hat der HFC zum Siegtor genutzt.“
Dieser Treffer hatte es in sich. Als der Ball nach einer weiten Flanke weit durch den Strafraum segelte und Neubert völlig freistand, war es geschehen (38.). FCM-Keeper Matthias Tischer, zusammen mit Instenberg bester FCM-Akteur, war chancenlos.
Bester auf dem Feld war allerdings der Mann in Gelb. Unaufgeregt und in jeder Situation souverän agierend, hatte der Berliner Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte großen Anteil an einer abwechslungsreichen und trotz Derby-Charakters erfreulich fairen Partie. Selbst die Rote Karte gegen Bankert wegen dessen völlig unnötigen „Frust-Fouls“ in der Nachspielzeit war gerechtfertigt.
Die Tormöglichkeiten für den FCM hielten sich in Grenzen. Zander mit einem Kopfball (6.) und Fuchs’ schwacher 16-m-Schuss (9.) waren zu zaghafte Versuche. Als der beste Hallenser, Aydemir, Tischer zu einer blitzschnellen Fußabwehr zwang (14.) und anschließend Zander gegen Kanitz rettete, deuteten die Gäste ihre Gefährlichkeit an. Die erste FCMGroßchance war ein 25-m-Freistoß von Vujanovic, den HFC-Keeper Horvat nur wegfausten konnte (23.).
Mit fortschreitender Spielzeit übernahm der HFC das Heft des Handelns. Gegen Lachheb, Mouaya und Schubert sah der FCMAngriff kaum einen Stich, in der spielgestaltenden Zone dominierten die Gäste. Einer der wenigen Lichtpunkte war der 20-m-Knaller von Zander, den Horvat parierte (82.).
Auch FCM-Mittelfeldmann Maximilian Watzka sprach von einem „verdienten Sieg“ des HFC, „vor allen, weil unsere Kraft in der zweiten Halbzeit nachgelassen hat“.

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