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Die Geschichte des 1. FC Magdeburg

Die Stadt Magdeburg  hat eine lange Fußballtradition. Vereine wie Viktoria 96, Preussen 99 oder Cricket Victoria Magdeburg waren geachtete Mannschaften zu ihrer Zeit. Die neuere Fußballgeschichte beginnt 1945. Vorgängervereine wie die SG Sudenburg und Lemsdorf vereinigten sich zur SG Einheit Sudenburg. 1950 erfolgte der Anschluss an die SAG Krupp-Grusson, die 1951 in Stahl Magdeburg und 1952 in Motor Mitte umbenannt wurde. 1957 wechselte die Fußballabteilung von Motor Mitte zum SC Aufbau Magdeburg, der im Juli 1965 den Namen SC Magdeburg erhielt. Am 22.12.65 wurde aus der Fußballabteilung des Sportclubs der 1. FC Magdeburg gegründet.

In dem wohl erfolgreichsten Jahr des 1. FCM führte der damalige Trainer Heinz Krügel die Mannschaft 1974 zum größten Triumph, den eine DDR-Mannschaft jemals errungen hat: den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Im Endspiel in Rotterdam am 8. Mai 1974 wurde der AC Mailand mit 2:0 besiegt. Dreimal - 1972, 1974 und 1975 - wurden die Spieler aus Magdeburg DDR-Meister. Zwischen den Jahren '64 und '83 stand der Club siebenmal im Finale des FDGB-Pokals und gewann jedesmal!

1993, 1998, 2000, 2001, 2003 und 2007 konnten die Blau-Weissen den Landespokal in Sachsen-Anhalt gewinnen. Dies berechtigte zur Teilnahme am DFB-Pokal. Im Jahr 2000 ging der 1. FCM durch die deutschen Medien als "Pokalschreck". Der Viertligist besiegte die Bundesliga-Profivereine 1. FC Köln und den deutschen Rekordmeister FC Bayern München sowie den Regionalligisten Karlsruher SC. Gebremst wurde der Club erst durch ein knappes 0:1 gegen den FC Schalke 04. Der in dieser Saison erfolgreiche Trainer Eberhard Vogel führte den 1. FCM 2001/2002 in die Regionalliga Nord. Durch ein eingeleitetes Insolvenzverfahren am Ende dieser Saison kam für den Club der Zwangsabstieg in die Oberliga.

Der FCM erholte sich schnell von dem Schock und schuf neue Strukturen. Als Manager wurde 2005 Bernd Hofmann verpflichtet, der sein Handwerk bis dahin beim 1. FC Union Berlin gelernt hatte und die Eisernen sogar bis in die zweite Bundesliga führte. Unter Trainer Dirk Heyne, der in seiner aktiven Zeit Torwart bei den Blau-Weißen und später beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach spielte, schaffte eine neu formierte Truppe des FCM den Durchmarsch von der Oberliga bis in die Regionalliga Nord. In der Saison 2006/2007 verpasste man nur knapp den Aufstieg in die zweite Bundesliga, wozu am Ende dem Club nur ein Punkt fehlte.

Mit großer Spannung wurde die Saison 2007/2008 beim 1. FC Magdeburg erwartet, welche wieder einmal unter besonderen Vorzeichen stand. Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte ging es für den Europapokalsieger von 1974 darum, sich für eine neu geschaffene Spielklasse zu qualifizieren. Auf Grund der hervorragend verlaufenden Vorsaison, in der man als Aufsteiger in letzter Minute den Durchmarsch in die 2. Liga verpasste, war der Optimismus im Umfeld des Vereins groß, diesmal den Fluch der verpassten Relegationsspielzeiten besiegen zu können. Doch die Saison lief alles andere als geplant. Im letzten Spiel des Jahres 2007 gab es in Cottbus eine völlig unnötige 1:2 Niederlage und Trainer Dirk Heyne musste seinen Stuhl räumen. Dafür wurde Paul Linz als neuer Chef an der Linie verpflichtet.  Doch auch dieser Trainerwechsel brachte nicht den gewünschten Erfolg und am Ende fehlten vier Tore zum ersehnten 10. Tabellenplatz.  So blieb es bei der bitteren Erkenntnis, dass der 1. FC Magdeburg keine Relegationsspielzeiten erfolgreich bestreiten kann. Mit dem tollen Publikum im Rücken (fast 12.000 Besucher strömten durchschnittlich zu den Spielen im Stadion Magdeburg) sollte  nun in der neuen Saison ein neuer Anlauf in der nunmehr dreigeteilten Regionalliga gestartet werden.

Die Saison 2008/2009 verlief für den 1. FC Magdeburg insgesamt ebenfalls eher enttäuschend. Der mit hohen Erwartungen in die Saison gestartete Club verabschiedete sich im Frühjahr 2009 aus dem Aufstiegsrennen und bot vor allem in der Rückrunde seinen Fans über weite Strecken Fußballmagerkost. Nach einer imposanten Serie ohne Niederlage schien der angestrebte Wiederaufstieg nach 80 gespielten Minuten beim Rückrundenauftakt in Kiel, beim Stand von 0:1 (Tor Braham) vor über 3.500 mitgereisten FCM-Anhängern so nah. Doch Dobrys Ausgleich machte die kurzfristige, virtuelle Tabellenführung zu Nichte und verschaffte der FCM-Truppe einen spürbaren Dämpfer. Nach einem 0:3-Heimdebakel nur 50 Tage später gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg, wurde Trainer Paul Linz als Trainer entlassen. Kurz darauf wurde mit Steffen Baumgart sein Nachfolger auf dem Trainerstuhl präsentiert. Sein Trainerdebut verlief erfolgreich – der Club schaffte durch einen 2:0-Erfolg in Halberstadt den Einzug ins Pokalhalbfinale und behielt somit zumindest eines seiner Saisonziele im Auge. Am Ende einer verkorksten Regionalligasaison landete der 1. FC Magdeburg nur auf Rang 4 und verpasste abermals den Aufstieg in die 3. Bundesliga. Einziger Wehrmutstropfen für den 1. FC Magdeburg war der Gewinn des Landespokals. Durch einen 1:0 Erfolg über den Erzrivalen vom Halleschen FC gelang die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal.

Vor der Saison  2009/2010 war das Ziel klar umrissen. Im zweiten Anlauf sollte der Aufstieg in die Dritte-Liga gelingen. Doch die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart kam schlecht aus den Startlöchern. Erst am 5. Spieltag gelang der erste Sieg. So reichte es zur Winterpause nur zu Tabellenplatz 5. Der Rückstand auf Spitzenreiter SV Babelsberg 03 betrug bereits zehn Punkte. In der Rückrunde sollte noch einmal eine Aufholjagd gestartet werden. Doch die hatte sich bereits nach den ersten beiden Spielen, als man nur einen von sechs möglichen Zählern verbuchen konnte, erledigt. Nach einer Serie von vier Niederlagen in Folge musste Trainer Steffen Baumgart nach dem 25. Spieltag seinen Hut nehmen. Ersetzt wurde er von seinem Co-Trainer Carsten Müller, der die Mannschaft bis zum Saisonende übernahm. Nach dem 34. Spieltag belegt man den 6. Platz mit einem Rückstand von 26 Punkten auf Aufsteiger Babelsberg. Auch im DFB Pokal gelang dem 1. FC Magdeburg leider keine Überraschung. Bereits in der 1. Runde war gegen Zweitligisten Energie Cottbus Endstation. Nach guter spielerischer und kämpferischer Leistung scheiterte man vor knapp 15.000 Zuschauern in der MDCC-Arena mit 1:3 am Bundesligisten.

Die Heimspiele trägt der 1. FCM seit Dezember 2006 in einer reinen Fußballarena aus. Das moderne Stadion ist auf der traditionsreichen Stelle des Ernst-Grube-Stadions errichtet worden, in dem der Club seine größten Erfolge feierte. Nach fast 50- jährigem Bestehen war das alte Stadion sanierungsbedürftig, so dass man sich entschied, eine moderne Arena errichten zu lassen. Nach nur 20 Monaten Bauzeit ist das Stadion seit der Eröffnung am 10. Dezember 2006 die neue Heimstätte des 1. FC Magdeburg. Die neue MDCC-Arena ist bundesliga- und länderspieltauglich und fasst 27.250 Zuschauer.

Im Gesamtkonzept zur sportlichen Entwicklung des 1.FC Magdeburg ist die Unterstützung der Nachwuchsarbeit von besonderer Bedeutung. Der 1.FC Magdeburg sieht in der kontinuierlichen Entwicklung seiner Nachwuchsspieler die langfristige Möglichkeit, dem Lizenzbereich  sehr gut ausgebildete Spieler zur Verfügung zu stellen, die sich zu 100% mit dem Verein und der Region in und um Magdeburg identifizieren. Der Verein hat seit 2007 den Status eines anerkannten Nachwuchsleistungszentrums. Das Leistungszentrum schafft die Voraussetzung für eine optimale, individuelle sportliche und schulische Entwicklung der jungen Kicker.

 Die U-19 spielt derzeit in der Bundesliga, die U-23 ist in der Oberliga zu Hause und die U-17 kämpft in der NOFV-Regionalliga um den Aufstieg in die Bundesliga.  Im Jahr 1999 wurde das A-Jugend-Team als erste Mannschaft aus den neuen Bundesländern DFB-Kicker-Pokalsieger. Spieler aus der Nachwuchsabteilung des Clubs wie Benjamin Schüßler, Marcel Maltritz, Jan Sandmann, Marcel Schmelzer und Maik Franz gehören zum Aufgebot solch bekannter Fußballvereine wie Borussia Dortmund, VfL Bochum,  Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt.



 
Spielberichte Fotos Spieltag
 
So 05.02. | 13:30 Uhr
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12. Wolfsburg II 18 -3 20
13. St. Pauli II 16 -5 19
14. Wilhelmshaven 17 -4 18
15. Magdeburg 17 -5 17
16. Lübeck 17 -8 17
17. Meppen 18 -9 17
18. Cottbus II 17 -19 14
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