15.09.2020

Auftakt in A-Junioren Bundesliga

FCM-U19 startet in besondere Bundesliga-Saison
von Almuth Steinhoff

4:1 – vielleicht ein Wunschresultat oder zumindest die Vorstellung eines deutlichen Sieges; aber zuallererst der aktuelle Betreuungsschlüssel bei den A-Junioren des 1. FC Magdeburg. Ein Sextett unter der Leitung von Cheftrainer Petrik Sander ist für die Arbeit mit 24 Fußballern der Jahrgänge 2002/2003 verantwortlich. Mit den Co-Trainern Pascal Ibold (Spezialisierung Koordination Übergangsbereich) und Christopher Handke (besondere Verantwortung für die individuelle Arbeit im defensiven Bereich) sowie Thomas Schneider (Athletiktrainer U17/U19), Christian Gropius (Torwarttrainer) und Oliver Pöllmann (Videoanalyst) kann der erfahrene Chefcoach auf ein optimales Personalkonstrukt bauen.

Um eben das Optimum aus der neuformierten Mannschaft herauszuholen. So setzen die Verantwortlichen auf Kontinuität in der Ausbildung der jungen Fußballer: „Ziel ist es, dass noch mehr Spieler den Sprung nach oben schaffen“, umreißt Sören Osterland, der sportliche Leiter des NLZ, die Ansprüche des Teams. Er beschreibt damit aber auch die Motivation der U19-Spieler. Maximal zwei Jahre können die jungen Fußballer die hervorragenden Bedingungen am Sparkassen-Leistungszentrum nutzen, um ihrem Traum vom Profifußball näher zu kommen.

Durch den veränderten Spielmodus in der kommenden Saison (lediglich die Hinrunde fließt mit 16 Spielen in die Wertung der vier U19-Bundesliga-Staffeln ein) erhofft sich das Trainerteam freie Kapazitäten, um die Ausbildung der Spieler noch intensiver zu gestalten. Das Übergangskonzept des NLZ sieht „stärkere Durchlässigkeit nach oben“ vor; soll heißen, dass die talentiertesten Jungs schon von der U17 an in speziellen Einheiten gefordert und gefördert werden.

Das Sparkassen-Nachwuchsleistungszentrum überzeugt zudem mit den drei Entwicklungssäulen: Persönlichkeit, Schule, Fußball. Seit dem vergangenen Jahr ist der 1. FC Magdeburg Drei-Sterne-Talenteschmiede. Weniger Nachwuchsspieler als in den vergangenen Jahren haben den Verein verlassen; inzwischen können die Trainer aus einer soliden, selbst ausgebildeten Spielerbasis schöpfen.

Die drei Neuzugänge in der A-Jugend werten den Kader punktuell auf, sie machen Druck auf die etablierten Spieler. In den bestehenden Kader sind 13 Spieler des 03er-Jahrgangs aufgerückt und werden gemeinsam mit den schon bundesligaerfahrenen Jungs des Jahrgangs 2002 ab Mitte September alles geben, um das Flaggschiff des NLZ in der Junioren-Bundesliga zu halten. Cheftrainer Petrik Sander untermauert dieses Ziel kurz und schnörkellos: „Klassenerhalt; alles Weitere ist Zugabe.“

Eine der Voraussetzungen für das angestrebte Ziel ist gleichzeitig auch das Markenzeichen des NLZ: die „blau-weiße DNA“. Schon in der vergangenen Saison punkteten die Magdeburger Jungs auf und neben dem Platz mit Ehrlichkeit, Demut, Selbstbewusstsein, Fleiß und Bescheidenheit. „Wir dürfen uns bei keinem Spiel einen Ausrutscher erlauben, da diese doppelt bestraft werden“, weist Torhüter Noah Kruth auf die Besonderheit der kommenden Saison hin. Innenverteidiger Franz Heise aus dem jüngeren Jahrgang beschreibt die intensiv geführten Zweikämpfe: „Leidenschaft und Einsatzwille sind in jeder Trainingseinheit absolut notwendig.“

Dass in der Vorbereitungszeit nicht alle Blütenträume und Vorstellungen reiften, zeigte das Miniturnier in Winningen in der dritten Augustwoche. Gegen die Herrenmannschaft des SSV Eintracht Winningen spielten die Elbestädter unkonzentriert; unterlagen im Elfmeterschießen mit 5:6. Verbessert im taktischen Verhalten siegten sie gegen den SV 1890 Westerhausen mit 4:1. Ein weiteres Testspiel gegen die gleichaltrigen Fußballer des Berliner AK wurde souverän mit 3:0 gewonnen.

Trainer Petrik Sander analysierte im Nachhinein zwei Spielergruppen, einige, die noch gar nicht wissen, welche Stärken sie eigentlich haben, und diejenigen, die sich in einigen Situationen ihrer eigenen Stärken berauben. Die Akteure kennen ihren Chefcoach gut genug, um diese Worte nicht als Vorwurf aufzufassen, sondern als lehrreiche Hilfestellung.

Entsprechend aufgebaut ist das Training. Eineinhalb Tage Regeneration steht im Plan, ansonsten bitten die Trainer zweimal täglich zu den Übungseinheiten. Oft absolvieren die Jungs zusätzlich noch individuelle Kraft- u. Stabiprogramme. Die erhöhte Intensität hilft sowohl den „alten Hasen“, als auch den „Jungspunden“, auf die Anforderungen in dieser Saison optimal vorbereitet zu sein. „Wir können uns keinerlei Schwächephase erlauben“, sind sich Trainerteam und Mannschaft einig. Bis zum Ligastart am 19.09.2020 beim FC Energie Cottbus gibt es „bei allen Beteiligten noch Luft nach oben“ – vorwärts Magdeburger Jungs.

 

Foto: Sportfotos Magdeburg

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