26.10.2022

Mädelspower am NLZ

von Almuth Steinhoff

Ein spezielles Virus hat Ronja Schäfer infiziert; nachhaltig und in besonderer Form. Seit sieben Jahren – seit dem ersten Stadionbesuch bei einem Heimspiel des 1. FC Magdeburg – denkt und fühlt die 24-jährige Physiotherapeutin blau-weiß. In Verbindung mit ihrem Beruf kann das nur heißen: Ronja kümmert sich am Rande des Spielfeldes um die kleinen und größeren Blessuren der Fußballer. Genauer gesagt: der U-19-Spieler im HB-Immobilien-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ).


„Nicht dein Ernst!“ - Ronjas Spruch in vielen, aber nicht allen Lebenslagen ist inzwischen legendär. Auch das besondere Ambiente in Ronjas Behandlungsraum spricht sich unter den Neuzugängen schnell herum. Die „alten Hasen“ wissen es längst zu schätzen: ein paar Schritte über den Kunstrasen zur FCM-blauen Behandlungsliege, im Hintergrund die eindrucksvolle Kulisse der Nordkurve.


Gerade wird Hannes Kiesewalter behandelt. Wärmepackung und Sportlermassage stehen für den U-23-Spieler auf dem Plan. Ronja arbeitet fast täglich mit dem Ex-Dresdner, um ihn für die zweite Mannschaft fit zu machen. „Das tut doch nicht weh…", schmunzelt Hannes die Schmerzen im Oberschenkel weg und vertraut auf die fachkundige Massage von Ronja Schäfer. 


Es ist kein Problem für die selbstbewusste, junge Frau, sich in der Männerdomäne zu behaupten. Als Ronja im zweiten Ausbildungsjahr gefragt wurde, unterstützend beim Nachwuchs des 1. FC Magdeburg zu arbeiten, musste sie keine Sekunde überlegen. Im Übrigen ist es gute Tradition an der Friedrich-Ebert-Straße, dem jeweiligen Trainerteam Physiotherapeutinnen an die Seite zu stellen.


„Vielleicht sind wir ein stückweit einfühlsamer und fungieren als eine Art mentale Freundin“, überlegt Ronja, während sie bei ihrem Patienten die Verspannungen ausstreicht. Dass sie mehr als einmal während einer kniffligen Situation im Spiel „richtig umgeschaltet“ hat, erwähnt Ronja eher beiläufig. Es ist eben normal, auf Augenhöhe mit Trainern und Sportlern zu arbeiten. „Der Sportler wurde damals auf mein Anraten hin aus dem Spiel genommen. Er hatte eine Knieprellung erlitten.“ Auch die Betreuung eines Spielers in der Notaufnahme eines Magdeburger Krankenhauses „ging auf meine Kosten“; schlussendlich traf Ronja auch hier die richtige Entscheidung.


Die „Physio“ gibt Hannes Kiesewalter noch einige Tipps für die Nachbereitung mit auf den Weg und „streichelt“ mit einer Extraportion Ronja-Humor die Seele des jungen Fußballers. Oft genug wenden sich gerade die Jungs aus dem Sportinternat mit der ein oder anderen Frage an ihre Physiotherapeutin. Akzeptanz und Wertschätzung seitens der Jungs muss Ronja nicht einfordern: „Das ist wunderbare Normalität in einem wunderbaren Beruf.“ 
So sind die Wochenend-Arbeitszeiten am Spielfeldrand für Ronja ganz selbstverständlich. Und wenn dann wirklich mal „Frei“ im Plan steht, ist Ronja als Feuerwehrfrau in der Wehr ihres Heimatortes tätig oder fiebert im „zweiten Wohnzimmer“ bei den Heimspielen des Clubs den erhofften drei Punkten entgegen. Getreu dem Motto „Einmal-Immer“.

 

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