15.04.2020

NLZ im Home-Office

Coronabedingte Zwangspause auch im Sparkassen-Nachwuchsleistungszentrum – wie gehen Trainer und Spieler mit der unfreiwilligen Pause um?

Matthias Buszkowiak (U17) und Daniel Petzold (U15) sprechen sicher im Namen aller im Sparkassen-Nachwuchsleistungszentrum beschäftigten Kollegen, dass sie sich ins Home-Office verbannt fühlen. „Die Arbeit mit den Jungs fehlt extrem. Trotz aller Herausforderungen, welche die Trainertätigkeit mit sich bringt, ist es eine feine Sache, jeden Tag zur Arbeit gehen zu können und auf dem Platz zu stehen.“ Inzwischen haben sich Spieler und Trainer mit den besonderen Umständen arrangiert und versuchen, „dranzubleiben“. Neben dem persönlichen Plan für jeden Spieler (Laufen, Stabi, Kraft) steht regelmäßig eine einstündige Videokonferenz mit Athletiktrainer Lars Mertelmeyer auf der Agenda.
Via Zoom oder Skype gestalten die Jungs gemeinsam mit dem Coach ihr Athletiktraining - eine gute Möglichkeit, „Schwachstellen-Training“ zu konzipieren! Aber auch die „individuelle kleine Ballarbeit“ soll nicht zu kurz kommen, um das Ballgefühl zu erhalten. Die Trainer haben zudem mit jedem der Spieler telefoniert, um sich nach deren Befinden zu erkundigen und bei Sorgen und Problemen wenigstens telefonisch zu helfen. „Am Ball bleiben“ heißt in diesen Zeiten eben auch, den Tag zu strukturieren und die erteilten Schulaufgaben zu bearbeiten.

petzold
U15-Coach Daniel Petzold.

Alle ausprobierten oder noch geplanten Trainingsformen sind keinesfalls ein Ersatz für die Einheiten unter Normalbedingungen. Große Ziele, die abrupt gestoppt worden sind, stehen ungelöst im Raum. Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Futsal (U15), der Kampf um den Relegationsplatz (U17) oder die Verbandsliga-Meisterschaft (U16) sind nach wie vor ausgesetzt. „Dieser arge Fußballentzug wird die Jungs gierig halten nach Training, Spielen und Erfolgen. Wenn der erste Tag kommt, an welchem wir wieder trainieren dürfen, dann brennt der Platz“, ist sich Daniel Petzold sicher. Ob nun bald die letzten Aufgaben der Saison angegangen werden oder schon die Vorbereitung für kommende Saison ansteht – die Spieler und Trainer des NLZ gehen professionell mit dem „Corona – Office“ um.

Text: Almuth Steinhoff


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