04.03.2021

Unsere Jungs zwischen den Pfosten

von Almuth Steinhoff

Ein Einblick in die Torhüterschule am Sparkassen-Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Magdeburg
Einer der spannendsten Augenblicke für die NLZ-Torwarttrainer in diesen Tagen ist die Rückkehr ihrer Schützlinge aus der Corona bedingten Pause. Spannend deshalb, weil die Jungs mit Sicherheit größer geworden sind. Schon zwei Zentimeter Längenwachstum bedeutet, dass bei den erlernten Automatismen „nachgeschraubt“ wird; Bewegungsabläufe und Koordination, schon in früher Jugend gelernt, müssen neu angepasst werden. Hohe Ansprüche an die Jungs zwischen den Pfosten, die NLZ-Trainer Christian Gropius gern auch Torspieler nennt: „Ein moderner Torwart beherrscht sowohl fußballerische Aktionen als auch die torwartspezifischen Elemente.“

Und je öfter Kinder und Jugendliche trainieren, umso mehr Lösungen lernen sie kennen – Erkenntnisse, die einen hohen Stellenwert in der Ausbildungsphilosophie des Trainerteams haben. Die älteren Jungs kommen wöchentlich auf bis zu viereinhalb Stunden reines Torwarttraining. Matthias Tischer, Christian Gropius, Maximilian Heidel und Florian Mehr bilden das Trainer-Quartett für die NLZ-Torhüter, wobei Matthias Tischer federführend in der Koordination wirkt, das Vormittagstraining (Zusatzsport) aller Jungs ab der U13 leitet und natürlich in der ersten Herrenmannschaft für das Torhütertraining verantwortlich ist.

Das FCM-Torwart-Urgestein (über zwanzig blau-weiße Jahre zwischen den Pfosten) beschreibt die Inhalte des vielfältigen Trainings gern als „Fächer für die Torhüter“. So stehen auf dem Trainingsstundenplan: Elfter Feldspieler/mitspielender Torwart, Zielverteidigung (also Sicherung des Tors), Raumverteidigung, Eins gegen Torhüter, Athletik sowie Persönlichkeitsentwicklung und Präsenz. Und wie im normalen Schulalltag auch werden die Leistungen und vor allem die Entwicklung der Jungs in diesen Bereichen bewertet, „nicht mit Schulnoten, sondern in Feedback-Gesprächen, die mindestens dreimal in der Saison stattfinden.“

Christian Gropius sieht seine Schützlinge in der U17 und U19 „alle auf einem guten Weg“ und attestiert seinem Sextett ein hohes Niveau in allen Bereichen. Selbst Schwachstellentraining wird positiv eingeleitet: Tom Schlitter (Jg. 2002), dritter Torwart in der Herrenmannschaft und noch in der U19 spielberechtigt, erhält besonderes Lob für seine fußballerischen Qualitäten und seine präsente Ausstrahlung. Lukas Böhm (Jg. 2002) trainiert ebenfalls bei der Ersten mit und arbeitet äußerst fleißig und zuverlässig; er hütete in den Spielen der A-Jugend Mannschaft bisher zweimal das Tor.

Felix Gräf (Jg. 2003) wurde ausgeliehen an das Regionalliga-Team des SV Fortuna Magdeburg und weist von allen vier U19-Torhütern die meiste Spielzeit auf, was dem Sportschüler sehr zugute kommt. Zusammen mit dem gleichaltrigen Noah Kruth steht damit ein schlagkräftiges Duo für die kommende Saison bereit. Beide Jungs brennen auf Einsatzzeiten in der A-Jugend-Mannschaft, welche Stand jetzt auch in der kommenden Saison in der Bundesligastaffel Nord/Nordost spielen wird.

Den beiden Torhütern der U17-Mannschaft werden herausragende Eigenschaften bescheinigt. Pit Zuther (Jg. 2005) spielt seit Jahren schon auf sehr hohem Niveau und überzeugt durch Stärken im fußballerischen Bereich und einer weit entwickelten Anpassungsfähigkeit im torwarttechnischen Bereich. Neuzugang Jannis Leinweber (Jg. 2004) weist eine sehr gute Strafraumbeherrschung auf und kommt inzwischen mit seinem „Gardemaß“ immer besser zurecht.

Der Betreuungsschlüssel und die Trainingsintensität auf der einen Seite, aber auch der enorme Fleiß und die Willensstärke der sechs Jungs andererseits lassen phasenweise sogar Entwicklungssprünge erkennen. So sind die Trainer gespannt, wie sich das „Homeschooling in der Torhüterschule“ auf die Leistungsfähigkeit insbesondere von Felix, Noah, Jannis und Pit ausgewirkt hat.

Da alle vier Jungs das Sportgymnasium Magdeburg besuchen, sind sie natürlich auch in den Distanzunterricht-Wochen das Arbeiten nach Plänen gewohnt. Und selbstverständlich hatte das tägliche Üben mit und ohne Ball zwischen Videokonferenzen, Telefonaten und selbständigem Lernen seinen festen Platz.

Trotz aller Professionalität sind alle sechs Nachwuchstorhüter vor allem eins geblieben: bodenständig, ehrlich und megafleißig - echte „Machdeburjer Jungs“ eben. Gern geben sie über sich Auskunft:

In den unteren Altersklassen trainieren in der FCM-Torhüterschule:
U16: Christian Günther, Elias Manuel Markowski, Dante-Nick Sturm, Carlos Vogel
U15: Mourice Hoffmann, Erik Heinrich
U14: Lio Kieselbach, Emil Strauß
U13: Oscar Schulenberg, Armin Bock
U12: Viggo Hoff, Tony Meyer
 
(Fotos: 1. FC Magdeburg)

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