12.05.2019

0:3 Niederlage bei Union Berlin

FCM muss Gang in Liga 3 antreten
Am 33. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga unterliegt der 1. FC Magdeburg beim 1.FC Union Berlin vor 22.012 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei mit 0:3 (0:2). Bereits in der achten Spielminute bringt Grischa Prömel die Gastgeber per Kopf in Front, ehe Sebastian Polter nach einer guten halben Stunde erhöht. Den Schlusspunkt setzt erneut Polter in der sechsten Minute der Nachspielzeit. 
 
Jeweils drei Änderungen
Im Vergleich zum Auswärtsspiel beim VfL Bochum nahm Cheftrainer Michael Oenning beim Gastspiel beim 1. FC Union Berlin drei Wechsel in der Startelf vor. Zwischen den Pfosten startete der wieder genesene Giorgi Loria für Alexander Brunst. Timo Perthel rückte für den verletzten Jan Kichhoff in die Abwehrkette, davor begann Rico Preißinger für den am Sprunggelenk verletzten Charles-Elie Laprevotte in der Mittelfeld-Zentrale. Union-Trainer Urs Fischer tat es Oenning gleich und nahm im Vergleich zur Niederlage beim SV Darmstadt 98 ebenfalls drei Veränderungen an der Startelf vor, brachte Mees, Hübner und Polter für Ryerson, Parensen und Abdullahi. 
 
Prömel erwischt Blau-Weiß kalt
Schiedsrichter Robert Schröder eröffnet pünktlich um 15:30 Uhr, zunächst waren die Gäste nach Christian Becks Anstoss am Ball. Der Gästeblock zeigte derweil eine schöne Choreografie in den Farben Blau und Weiß und unterstützte von Beginn an lautstark. In den Anfangsminuten spielte sich das Geschehen zunächst im Mittelfeld ab, Torannäherungen gab es auf beiden Seiten noch nicht. In der siebten Minute versuchte es Nico Hammann aus der Distanz mit dem ersten Schuss, zog diesen aber deutlich rechts am Kasten vorbei.

Auf der anderen Seite kamen die Hausherren in der achten Spielminute erstmals vor das Magdeburger Tor und erzielten prompt die Führung. Den ersten Kopfball von Sebastian Andersson konnte Giorgi Loria noch abwehren, beim anschließenden Kopfball von Grischa Prömel war er dann allerdings machtlos. In der Folge waren es weiterhin die Köpenicker, die das Spielgeschehen bestimmten, wenngleich die Magdeburger Hintermannschaft keine Chancen zuließen. In der 16. Minute drängten dann wieder die Gäste in die Offensive und holten durch Tarek Chahed auf dem rechten Flügel den ersten Eckball der Partie heraus. Die anschließende Hereingabe von Timo Perthel erwischte Marius Bülter zwar am kurzen Pfosten, konnte sie aber nicht auf den Berliner Kasten verlängern. Auf der Gegenseite packte Loria kurz darauf gegen einen Flachschuss von Prömel sicher zu. 
 
Effektive Berliner erhöhen
In der 20. Spielminute holte Felix Lohkemper nach einem schnellen Gegenangriff einen Freistoß an der rechten Strafraumkante heraus. Perthel zog diesen direkt aufs Tor, Rafal Gikiewicz hatte damit aber keine Probleme. Nachdem sich die folgende Phase wieder fast ausschließlich im Mittelfeld abspielte und keine großen Chancen hervorbrachte, erhöhte Union nach einer guten halben Stunde. Nach einem Missverständnis in der Magdeburger Defensive war in der 32. Minute die rechte Außenbahn frei für Andersson. Dessen Hereingabe brachte Polter in der Mitte im Gehäuse der Blau-Weißen unter.

Doch die Gäste bemühten sich umgehend um die Antwort, erst Ignjovksi mit einer tollen Einzelaktion, dann verpasste Lohkemper den langen Pfosten noch abgefälscht nur knapp. In der 38. Minute kam Blau-Weiß über den linken Flügel mit Beck und Bülter. Das versuchte Zuspiel auf den in der Mitte lauernden Lohkemper konnte jedoch zur Ecke abgegrätscht werden. Kurz vor der Pause packte Loria dann gegen einen noch abgefälschten Flachschuss von Joshua Mees sicher zu. Nachdem es Preißinger im Anschluss eines Freistoßes nochmal aus der Distanz versuchte und knapp drüberzog, ging es nach einer ausbaufähigen Leistung in der ersten Hälfte mit dem Spielstand von 2:0 in die Pause. 
 
Kaum Chancen in Durchgang zwei
Zum Start der zweiten Hälfte schickte Cheftrainer Oenning dieselbe Elf wie im ersten Durchgang auf den Rasen. Die erste Chance in Hälfte zwei gab es drei Minuten nach dem Wiederanpfiff, nachdem Beck im Luftzweikampf getroffen wurde und es einen Freistoß aus vielversprechender Position 20 Meter vor dem Tor gab. Stramm zog Hammann bei diesem ab, platzierte das Leder aber drüber. In der 57. Minute probierte es Lohkemper mit einer Einzelaktion, sein Schuss von der Strafraumkante verfehlte das Tor aber ebenfalls. Kurz darauf versuchte Oenning mit der Einwechslung von Marcel Costly und Steven Lewerenz für Lohkemper und Chahed die Magdeburger Offensive weiter zu beleben.

Die beiden Eingewechselten zeigten sich bereits in der 63. Minute, als sie an einer Kombination über die rechte Seite beteiligt waren, an dessen Ende eine Ecke für Blau-Weiß heraussprang, die dann allerdings geklärt wurde. Beck auf der rechten Außenbahn gelegt. In der 77. Minute sorgte eine Kombination beider Einwechselspieler erneut für Gefahr. Costly steckte das Leder in die Spitze, so dass Lewerenz allein auf den Kasten zulief. In höchster Bedrängnis konnte er aber soeben noch behindert werden. Nachdem sich die Partie über weite Strecken des zweiten Durchgangs wieder im Mittelfeld zutrug, kam Beck in der dritten Minute der Nachspielzeit nach Costly-Flanke nochmal zum Kopfball, den Gikiewicz aber sicher parierte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte schließlich Sebastian Polter nach einem hart geführten Zweikampf 3:0-Schlusspunkt. 
 
„Wir wussten, dass es für uns heute ein Endspiel wird. Wenn man die 90 Minuten sieht, hat man gesehen, dass wir zu keinem Zeitpunkt Zugriff hatten. Mit dem Druck, der heute auf uns gelastet hat, sind wir nicht zurechtgekommen. Ein trauriger Tag für den 1. FC Magdeburg. Wir haben in vielen Spielen gezeigt, dass wir in dieser Liga guten Fußball spielen können. Was uns gefehlt hat, war die Konstanz“, resümierte Cheftrainer Michael Oenning auf der anschließenden Pressekonferenz.

„Es ist bitter. Wir werden uns neu aufstellen und formieren und seriös weiterarbeiten. Es gibt viele Dinge, die nicht gepasst haben, das ging von Anfang an los. Es macht aber heute keinen Sinn, bereits darüber zu sprechen, bevor die Saison zu Ende ist. Müssen in eine schwere 3. Liga zurück. Es gilt, sich zu festigen und zu etablieren und in den nächsten 3 Jahren wieder anzugreifen, hier sind wir in den Gremien einer Meinung“, resümierte Geschäftsführer Mario Kallnik.
 
Tore: 1:0 Grischa Prömel (8.), 2:0 Sebastian Polter (31.), 3:0 Sebastian Polter (90.+6)
 
1. FC Union Berlin: Rafal Gikiewicz – Marvin Friedrich, Florian Hübner, Christopher Trimmel, Ken Reichel (79. Christopher Lenz), Manuel Schmiedebach, Joshua Mees (72. Felix Kroos), Grischa Prömel, Robert Zulj (90.+6 Marcel Hartel), Sebastian Polter, Sebastian Anderson
 
1. FC Magdeburg: Giorgi Loria – Dennis Erdmann, Tobias Müller, Timo Perthel, Aleksandar Ignjovski (73. Björn Rother), Rico Preißinger, Nico Hammann, MariusBülter, Tarek Chahed (58. Steven Lewerenz), Felix Lohkemper (58. Marcel Costly), Christian Beck
 
Zuschauer: 22.012 (Stadion an der Alten Försterei, Berlin)
 

Foto: Sportfotos Magdeburg

Humanas GmbH
sunmaker
SWM
Wernesgrüner
eew energy from waste
GETEC
Lotto Toto Sachsen-Anhalt
LVM Versicherungen
MDCC
MWG
radio SAW
Schrader Haus
Uhlsport
Volksstimme
WOBAU