1:3-Niederlage beim SV Darmstadt 98

Sulu entscheidet hektisches Spiel in der Schlussphase
Der 1. FC Magdeburg kehrt mit einer 1:3-Niederlage am 12. Spieltag der 2. Bundesliga 2018/2019 vom Darmstädter Merck-Stadion am Böllenfalltor zurück. Dursun hatte die Gastgeber im ersten Durchgang in Front geschossen. Im zweiten Durchgang wurde es hektisch. Zunächst erhöhte ein abgefälschter Ball (Wertung als Eigentor) von Nico Hammann auf 2:0. Kurze Zeit später verteilte Schiedsrichter Benjamin Cortus eine Gelb-Rote Karte gegen Dennis Erdmann und Fabian Holland, bevor Marius Bülter auf 2:1 verkürzen konnte. In der Schlussphase stellte Aytac Sulu den 3:1-Endstand vor 15.410 Zuschauern am Böllenfalltor her, Magdeburg konnte nicht punkten.
 
Vier Änderungen
Im Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 musste Cheftrainer Jens Härtel auf die Verteidiger Romain Brégerie (muskuläre Probleme) und Steffen Schäfer (Infekt) verzichten. Dafür hatten Dennis Erdmann und Tobias Müller ihre Sperren abgesessen und rückten zurück in die erste Elf. Auch Christopher Handke und Nico Hammann spielten von Beginn an und komplettierten die Startelf. Um taktisch weniger berechenbar zu sein, wählte Härtel eine personelle Konstellation innerhalb seiner Aufstellung, welche es bislang noch nicht in der Saison gab und wollte somit weitere frische Akzente setzen.
 
Mutiger Auftakt
Minuten vor dem Anpfiff schworen sich Fans und Mannschaft gemeinsam auf das schwere Spiel in der Ferne ein. „Harte Arbeit wird belohnt. Trainer und Team, wir glauben an euch“, hieß es auf einem Banner im vollen Gästeblock. Bereits in der dritten Spielminute die erste gute Chance für die in schwarz aufspielenden Elbestädter. Beck verlängerte einen Einwurf von Müller auf Türpitz in den Rückraum, der wuchtige Volley von der Nummer acht ging jedoch knapp über die Querlatte. Der engagierte Auftritt des Härtel-Teams zu Beginn der Partie machte Hoffnungen auf Zählbares im fernen Hessen. Zweikampfpräsenz, Drang nach vorne und eine stabile Defensive prägten das Spiel in der Anfangsviertelstunde: Magdeburg kam besser hinein.

Die erste Gelbe Karte der Begegnung setzte es bereits nach 13 Minuten für Außenverteidiger Fabian Holland nachdem er den blitzschnellen Costly nur mit einer Grätsche bremsen konnte. Torhüter Alexander Brunst war erstmals in der 15. Minute gefordert als die Gastgeber schnell über Heller konterten und er eine Eingabe vor dem einköpfbereiten Holland abfangen konnte.
Mut bewies auch Marius Bülter in der 18. Minute mit seinem Schuss aus 20 Metern über den Kasten. Gefährlich wurde es erneut in Minute 21: nach starkem Ballgewinn im Mittelfeld kombinierten sich Erdmann, Bülter und Beck bis in die gegnerische Box, verpassten jedoch den Abschluss. Den ersten echten Schuss aufs Tor von Brunst nahm sich Angreifer Dursun in der 25. Minute, doch wie auf der Gegenseite flog auch der Versuch über das Gehäuse.
 
Dursun nutzt erste Chance
Zur Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel zerfahrener. Chancen blieben in der Folgezeit zunächst auf beiden Seiten aus, die Spielanteile hatten sich neutralisiert. Etwas überraschend hatten die Gastgeber das letzte Wort in Durchgang eins und erzielten zwei Minuten vor dem Pausenpfiff das 1:0. Jones setzte sich auf der linken Seite durch und gab flach ins Zentrum ein, wo Dursun stand und den Fuß hinhielt und Brunst keine Chance ließ. Bitter, da man bis dato keine ernstzunehmende Chance für die Hausherren zuließ. So ging es mit einem knappen Spielstand für beide Mannschaften in die Kabinen.
 
SVD baut Führung aus, zwei Platzverweise
Zum zweiten Durchgang behielten beide Trainer ihre Aufstellungen bei. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff gab Türpitz den ersten Warnschuss aus 35 Metern ab, doch konnte Fernandes den Ball noch vor der Linie fangen. Eine Minute später verpassten es die Lilien, mit dem ersten Eckball der Partie ihre Führung auszubauen. Kapitän Sulu köpfte aus Nahdistanz knapp drüber.
Auch in den folgenden Minuten waren die Hausherren gefährlicher und konnten in der 60. Minute auf 2:0 stellen. Slobodan Medojevic setzte von der rechten Seite zur Flanke an, der Kopf von Hammann verlängerte den Ball unglücklich ins eigene Netz. Nun wurde es hektisch und turbulent „am Bölle“. In der 63. Minute soll Erdmann seinen Gegenspieler im Zentrum zu hart angegangen sein, sodass der bereits verwarnte Sechser die Ampelkarte sah und den Platz verlassen musste, eine harte Bewertung von Cortus. Härtel reagierte und brachte Ignjovski und Lohkemper für Costly und Türpitz. Nur wenige Minuten nach dem Platzverweis auf Seiten der Gäste, dezimierten sich in der 69. Minute auch die Hausherren. Der mit Gelb vorbelastete Holland hatte überhart gegen Rother zugelangt und durfte ebenfalls frühzeitig duschen gehen.
 
Bülter verkürzt, Sulu entscheidet das Spiel
Kurz darauf sendete der Club ein deutliches Lebenszeichen und kam durch Marius Bülter in der 71. Minute zum 1:2 Anschlusstreffer. Der Angreifer hatte an der Strafraumkante geschickt zwei Gegenspieler abgeschüttelt und drehte das Leder mit dem linken Fuß ins linke Eck – ein sehenswerter Treffer. Hoffnungen keimten in Mannschaft und Gästeblock. In der 76. Minute tätigte Härtel den dritten und letzten Wechsel und setzte alles auf eine Karte, Niemeyer kam für Handke in die Partie.
Nur vier Minuten später dämpften die Gastgeber jedoch die keimenden Hoffnungen. Kapitän Sulu traf nach einem Standard in der 80. Minute per Kopf zum vorentscheidenden 3:1, Brunst blieb keine Abwehrchance. Trotz Zwei-Tore-Rückstand steckte auch in der Schlussphase kein einziger Blau-Weißer auf, zusammen arbeitete man auch in den Schlussakkorden der Partie an einem weiteren Treffer und erarbeitete sich mehrere gute Szenen. Nach vier Minuten Nachspielzeit war jedoch Schluss in Darmstadt.
 
„Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben anfangs nicht viel zugelassen. Mit Pech kriegen wir das 2:0. In der Hektik in Halbzeit zwei reagieren wir gut und machen den Anschlusstreffer. In letzter Zeit machen die Gegner nicht wirklich mehr, aber die Treffer“, war Härtel mit der Leistung seiner Mannschaft, nicht aber mit dem Resultat zufrieden.
 
Am Sonntag in einer Woche gastiert der SSV Jahn Regensburg anlässlich des 13. Spieltags in der MDCC-Arena Magdeburg. Blau-Weiß will die eigene Leistung sowie die unerschütterliche Unterstützung der Clubfans belohnen und freut sich im anstehenden Heimspiel auf den geschlossenen Support von den Rängen.
 
Tore: 1:0 Serder Dursun (43.), 2:0 Nico Hammann (60./ET), 2:1 Marius Bülter (71.), 3:1 Aytac Sulu (80.)
 
Zuschauer: 15.410(Merck-Stadion am Böllenfalltor)
 
1. FC Magdeburg: Alexander Brunst – Tobias Müller, Dennis Erdmann, Nico Hammann, Christopher Handke (76. Michel Niemeyer), Björn Rother, Marius Bülter, Philip Türpitz (66. Aleksandar Ignjovski), Marcel Costly (67. Felix Lohkemper), Nils Butzen, Christian Beck
 
SV Darmstadt 98: Daniel Heuer Fernandes – Joevin Jones (75. Sandro Sirigu), Fabian Holland, Aytac Sulu, Marvin Mehlem (71. Sebastian Hertner), Tim Rieder, Slobodan Medojevic, Marcel Heller, Marcel Franke, Serder Dursun (90.+1 Terrence Boyd), Tobias Kempe

Pressekonferenz:

Foto: Sportfotos Magdeburg
 

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