09.08.2019

„Die Momente mit den Fans haben sich bei mir stark eingeprägt.“

Interview mit ehemaligem FCM-Spieler Florian Kath
In der Drittligaspielzeit 2016/2017 zog es den heute 24-jährige Offensivspieler für ein Jahr auf Leihbasis vom SC Freiburg an die Elbe nach Magdeburg – ein Jahr, an das sich Florian Kath gerne zurückerinnert. Vor dem Aufeinandertreffen mit Blau-Weiß sprach der damalige Leistungsträger über seine aktuelle Verfassung, seinen heutigen Bezug zum FCM und seine Ziele im Breisgau.
 
Florian, wie geht es dir?
Aktuell geht es mir gut, ich bin im Mannschaftstraining und habe am vergangenen Wochenende nach fast einem Jahr Verletzungspause das erste Mal wieder gespielt. So soll es natürlich weitergehen. Zuvor hatte ich Probleme mit der Leiste, wobei man nicht richtig herausfinden konnte, woran es lag.
 
Wie ist es dir mittlerweile seit deiner Rückkehr nach Freiburg ergangen?
Im ersten Jahr konnte ich extrem von den Erfahrungen, die ich in Magdeburg gesammelt habe, profitieren. Damals habe ich mich gut entwickelt und bin nochmal einen Schritt vorangekommen. Dementsprechend lief es nach meiner Rückkehr sehr gut. Am Ende der Saison standen 24 Einsätze zu Buche, davon dreimal in der Startelf. Es war jede Woche wie so ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Umso schlechter lief es im zweiten Jahr aufgrund der Leistenverletzung, die mich ein Jahr außer Gefecht gesetzt hat. Aktuell geht’s mir wieder gut und ich möchte an die erste Saison nach meiner Rückkehr anknüpfen. 
 
Gibt es heute noch Momente, in denen du an Magdeburg zurückdenkst?
Klar gibt es diese Momente noch. Das war damals für mich ein sehr intensives und tolles Jahr. Die Momente mit den Fans, die Stimmung im Stadion und die Emotionen haben sich bei mir stark eingeprägt. Zum Beispiel als ich das Tor gegen Lotte gemacht habe, das habe ich mir bis heute noch einige Male angeguckt.

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In dieser Saison will Kath an die Leistungen in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr anknüpfen. (Foto: SC Freiburg)
 
Welche Erfahrungen hast du damals gesammelt und mitgenommen?
Zum einen wie es ist, in einer Stadt zu spielen, wo die Menschen ihren Verein zu 100 Prozent leben. Zum anderen habe ich mich in der Mannschaft mega wohlgefühlt. Ich habe viele Freunde kennengelernt, die ich auch heute noch als Freunde bezeichnen darf. Davon zehre ich auch heute noch. Auf dem Platz habe ich gelernt, was „Arbeiterfußball“ bedeutet und konnte diese Facette dazugewinnen.
 
Was unterscheidet Freiburg-Fans und FCM-Fans bzw. Freiburger und Magdeburger oder gibt es gar Gemeinsamkeiten?
In beiden Fällen ist es auf jeden Fall so, dass die Fans für die Vereine sehr wichtig sind. In Freiburg geht es ein Stück weit familiärer zu, die Intensität der Anfeuerung ist dort vielleicht eine andere. In Magdeburg geht ja zum Teil wirklich das ganze Stadion mit. Für beide Stimmungen kann man aber sagen, dass die Mannschaft davon etwas mitnehmen kann.
 
Wie intensiv verfolgst du den FCM seit deinem Wechsel zurück nach Freiburg und gibt es noch Kontakte zum Club oder ehemaligen Mitspielern?
Ich habe das notwendige Abo abgeschlossen, um die 3. Liga live sehen zu können. Ich verfolge die Spiele schon noch intensiv und freue mich über jeden Sieg. Auch auf Social Media informiere ich mich oft und bin noch mit vielen Spielern von damals vernetzt. Witziger Weise habe ich im Sommer Dustin Bomheuer im Urlaub auf Fuerteventura kennengelernt. 
 
Was zeichnet deinen jetzigen Trainer Streich aus?
Da gibt es schon einige Attribute. Jeder Trainer ist ja irgendwie ein bisschen eigen, so auch unser. Seine positive Emotionalität, mit der er die Mannschaft mitreißen kann, zeichnet ihn auf jeden Fall aus. Er kann sehr gut mit jungen Spielern arbeiten. Jedes Jahr machen hier viele junge Spieler den nächsten Schritt, zudem schaffen viele Jugendspieler den Sprung zu den Profis. Das zeichnet den Verein und den Trainer aus.
 
Welche sportlichen Ziele strebt ihr mit dem SCF an und was wünschst du dir für die neue Spielzeit?
Unser primäres Ziel ist natürlich immer der Nichtabstieg und am Ende des Jahres über dem Strich zu stehen. Ansonsten wollen wir natürlich so hoch wie es geht in der Tabelle klettern. Zudem ist es uns wichtig, im Laufe der Saison eine Entwicklung zu sehen und schönen Fußball spielen. Dafür wollen wir in Freiburg stehen und dafür gehen die Leute auch ins Stadion. Ich persönlich möchte schnellstmöglich zurück in den Rhythmus finden und fit werden – quasi Stück für Stück zu alter Stärke zurückfinden.
 
Der 1. FC Magdeburg gegen den SC Freiburg im DFB-Pokal. Wie geht es aus?
Ich gönne es dem Torsten, dass er einmal die MDCC-Arena beben lassen darf, aber am Ende wollen wir den Platz schon als Sieger verlassen.

 

Beitragsbild: Sportfotos Magdeburg

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