30.01.2019

Erster Heimsieg in Liga 2

1. FC Magdeburg siegt 1:0 über FC Erzgebirge Aue
Zum Rückrundenauftakt der 2. Bundesliga 2018/2019 gelingt dem 1. FC Magdeburg am 19. Spieltag der erste Heimsieg der Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga. Mit 1:0 setzt sich das Team von Cheftrainer Michael Oenning im Ostduell gegen den FC Erzgebirge Aue durch. Felix Lohkemper erzielt in der 44. Minute den 1:0 Siegtreffer vor 18.757 Zuschauern in der MDCC-Arena Magdeburg. Blau-Weiß rettet die Führung bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck über die Zeit und kann erstmalig in dieser Saison zu Hause jubeln.
 
Drei Neuzugänge debütieren
Nach der fünfwöchigen Winterpause in der 2. Bundesliga startete Blau-Weiß mit drei personellen Änderungen in die Rückrunde. Dabei rückten bereits drei der vier dazugewonnenen Neuzugänge in die erste Elf von Cheftrainer Michael Oenning. Zwischen den Pfosten debütierte Giorgi Loria, Alexander Brunst rückte auf die Bank. Die Defensivreihe bildeten Dennis Erdmann, Tobias Müller, Marius Bülter und Neuzugang Timo Perthel. In der Schaltzentrale agierten Charles-Elie Laprevotte, Rico Preißinger sowie Jan Kirchhoff. Philip Türpitz, Felix Lohkemper und Mannschaftskapitän Christian Beck übernahmen den offensiven Part der Gastgeber. Beim Anstoß war eine 4-3-3-Formation als Startsystem zu erkennen.
 
Ausgeglichener Beginn
Ab 20:30 Uhr lief der Ball im stimmungsvollen Ostduell unter dem Flutlicht der Magdeburger MDCC-Arena. Die Gäste aus Aue, komplett in weiß spielend, feuerten direkt nach dem Anstoß einen ersten Schuss von der Mittellinie deutlich neben das Tor ab. In der 6. Spielminute kamen die Gäste dem Magdeburger Gehäuse das erste Mal gefährlich dicht- Perthel hatte gegen den heranstürmenden Hochscheidt unglücklich zugelangt und hatte die Gelbe Karte gesehen. Den folgenden Freistoß konnte Beck per Kopf bereinigen.

Nur zwei Minuten später eine ähnlicher Standardsituation auf der Gegenseite, eine erste Hereingabe von Perthel fand noch keinen Abnehmer in der Box. In der 10. Minute bot Aue die nächste Offensivaktion an. Iyoha konnte sich von seinem Gegenspieler absetzen und aus 20 Metern Torentfernung abziehen, Schlussmann Loria lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten.

Es war eine muntere Anfangsphase, welche auf ein gegenseitiges Abtasten verzichtete. Die erste gute Gelegenheit ergab sich für Blau-Weiß in der 19. Minute. Nach schöner Kombination zwischen Bülter und Lohkemper flankte letzterer hoch in die Box, wo der Ball Türpitz vor die Füße fiel, seine Direktabnahme konnte von einem Defensivakteur in letztem Moment geblockt werden.
 
Lohkemper schiebt Beck-Vorlage ein
In der 22. Minute folgte ein Gewaltschuss von Bülter aus 25 Metern, welchen Gästekeeper Männel mit einer Flugeinlage zur Ecke wischte. Auch Innenverteidiger Dennis Erdmann versuchte es drei Minuten später per Kopf, das Spielgerät flog jedoch über den Kasten. Doch auch die Sachsen hatten ihre offensiven Szenen. Oftmals verteilte Angreifer Testroet die Bälle clever in die Räume seiner Mitspieler, was größte Aufmerksamkeit der FCM-Defensive erforderte.

Die erste Gelbe Karte auf Seiten der Gäste sah Mittelfeldmann Riese in der 40. Minute als er Bülter während einer Umschaltaktion von den Beinen holte. Die erste Halbzeit schien zu diesem Zeitpunkt torlos zu enden, zum Ende des ersten Durchgangs verflachte die Partie etwas, Torraumszenen wurden seltener.

Doch folgte der Auftritt von Felix Lohkemper eine Minute vor dem Pausenpfiff. Timo Perthel lief die Auer Hintermannschaft energisch an, das Leder sprang zu Christian Beck, der perfekt auf den spekulierenden Lohkemper durchsteckte. Dieser behielt trotz eines Verteidigers im Rücken die Nerven und schob die Kugel abgezockt an Männel zur 1:0 Führung ins Netz. Ein langersehnter Torschrei fiel dem geduldigen Magdeburger Publikum von den Lippen. Für die Mannschaften ging es anschließend zur Halbzeitpause in die Kabinen.
 
Unverändert in Halbzeit 2
Mit demselben Personal starteten beide Mannschaften auch in den zweiten Durchgang. Die erste nennenswerte Aktion gehörte erneut der Oenning-Elf: Türpitz setzte sich auf der linken Seite durch und gab halbhoch ins Zentrum ein. Beck kam nicht voll an die Kugel, sodass Männel zupacken konnte. In der 57. Minute nahm Michael Oenning den ersten Wechsel vor: der gelbbelastete Perthel räumte das Feld für Michel Niemeyer auf der linken Seite.

In der 59. Minute wurde Beck in aussichtsreicher Position von Wydra mit unfairen Mitteln gestoppt, der Gästeakteur sah die Gelbe Karte, der Club erhielt einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen. Preißinger versuchte sich und setzte den Ball in die Mauer. Beck war es auch der das Publikum in der 65. Minute mit einem bärenstarken Einsatz überzeugte, indem er sich im Alleingang gegen drei Gegenspieler durchsetzte und einen Freistoß erkämpfte. Den nächsten Abschluss nahm sich Lohkemper in der 68. Minute als er einen in den Rückraum geklärten Ball über das Tor platzierte. Auf der Gegenseite versuchte es Fandrich per Fernschuss, auch er scheiterte.
 
Jöllenbeck korrigiert sich
Aue musste mehr riskieren und setzte zunehmend offensive Akzente, der FCM hielt wacker dagegen. Das Spiel intensivierte sich. Nach einem Gerangel sah Bülter die Gelbe Karte, abschließend ersetzte Marcel Costly Felix Lohkemper auf der rechten Außenbahn. Unruhig wurde es auch in der 72. Minute als Kirchhoff den eingewechselten Käuper mit einer perfekten Grätsche vom Ball trennte, Schiedsrichter Jöllenbeck sich jedoch für den Elfmeterpfiff entschied.

Nach ausführlicher Beratung mit seinem Assistenten an der Linie wurde dieser jedoch zurecht zurückgenommen. In der 78. Minute dribbelte Müller schwungvoll an und fasste sich aus 25 Metern ein Herz, sein Schuss rauschte haarscharf am langen Pfosten vorbei. Die nächste Chance zur Entscheidung hatte Beck nur zwei Minuten später: nach Anspiel von Niemeyer konnte er Männel nicht überwinden. Gästetrainer Meyer beorderte in der Folgezeit seine gesamte Mannschaft nach vorne.

Unzählige lange Bälle erreichten den Strafraum der Blau-Weißen, die mit aller Manneskraft sicher bereinigt werden konnten. In der 88. Minute sah ebenfalls Laprevotte den Gelben Karton, Aue konnte den Freistoß nicht nutzen. In der 90. Minute tätigte Oenning mit der Hereinnahme von Björn Rother für Philip Türpitz den letzten Wechsel.

Schadlos überstand man im Gemeinschaftsverbund auch die drei Minuten Nachspielzeit, bis Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck das Spiel beendete. Erleichterung und Freude prägten die Stimmung im Stadion nach dem Abpfiff. Fans und Mannschaft feierten den ersten Heimsieg des 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga gebührend, richteten jedoch kurze Zeit später den Blick auf kommenden Freitag.

„Ich denke, der Heimsieg war mehr als überfällig. Haben viele gute Torchancen kreiert. Über 90 Minuten haben wir den Gegner bearbeitet und unter Druck gesetzt. Die letzten Minuten haben mir nicht gefallen. Da sind wir in alte Muster zurückgefallen. Da setzen wir weiter an“, bewertete FCM-Cheftrainer Michael Oenning das Spiel auf der nachfolgenden Pressekonferenz.

Blau-Weiß bleiben zwei Tage, um zu Regenerieren und den Fokus auf Freitag, den 01.02.2019, zu legen, wenn das Oenning-Team in der Ferne beim FC Ingolstadt 04 gefordert ist. Anstoß der Begegnung ist um 18:30 Uhr im Audi Sportpark Ingolstadt.

Pressekonferenz nach dem Spiel:

 
Tore: 1:0 Felix Lohkemper (44.)
 
1. FC Magdeburg: Giorgi Loria – Timo Perthel (57. Michel Niemeyer), Dennis Erdmann, Tobias Müller, Marius Bülter, Charles-Elie Laprevotte, Jan Kirchhoff, Rico Preißinger, Philip Türpitz (90. Björn Rother), Felix Lohkemper (72. Marcel Costly), Christian Beck
 
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel – Dennis Kempe, Malcolm Cacutalua, Filip Kusic, Calogero Rizzuto, Philipp Riese (70. Ole Käuper), Clemens Fandrich, Jan Hochscheidt, Dominik Wydra (62. Florian Krüger), Emmanuel Iyoha (80. Dimitrij Nazarov), Pascal Testroet
 
Zuschauer: 18.757 (MDCC-Arena Magdeburg)
 
Foto: Sportfotos Magdeburg

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