06.05.2020

FCM-Stellungnahme

Stellungnahme des 1. FC Magdeburg zum Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten

Am heutigen Mittwoch, 06.05.2020, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer der Bundesrepublik beschlossen, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebes der 1. und 2. Bundesliga (unter Ligaträger DFL) noch im Mai wieder aufgenommen werden kann. Die Wiederaufnahme erfolgt unter der Anwendung eine speziell dafür entworfenen Hygienekonzepts, welches mit geltenden Regeln für Spielbetrieb und Medienrichtlinien etc. in Einklang gebracht werden soll. Diese Entscheidung hat der 1. FC Magdeburg zur Kenntnis genommen.

Für die 3. Liga unter Ligaträger DFB (Deutscher Fußball-Bund) gilt dagegen nach den heutigen Beschlüssen, dass die Saison weiterhin nicht fortgeführt werden kann. Die Genehmigung der Wiederaufnahme eines Trainings- und Wettkampfbetriebes von der 3. Liga bis zur Kreisklasse obliegt nunmehr den jeweiligen Bundesländern sowie den Gesundheitsämtern vor Ort.

In Sachsen-Anhalt gilt mit der 5. Eindämmungsverordnung (Link zur Verordnung: https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Sonstige_Webprojekte/Corona-Portal/Dokumente/VO_Fuenfte_SARS-Co-2-EindaemmungsVO_final.pdf), dass bis zum 27. Mai 2020 jeglicher Wettkampfbetrieb untersagt ist. Auch ein Mannschaftstraining im klassischen Sinn ist bis dahin aufgrund der Kontaktbeschränkungen untersagt. Nur ein Kleingruppen-Training mit maximal fünf Personen wäre möglich.

Bereits heute Vormittag haben die Präsidenten und Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg und des Halleschen FC sowie des Handballbundesligisten SC Magdeburg, dessen aktuelle Spielzeit in der DKB Handball Bundesliga bereits abgebrochen wurde, den Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff in einer 45-minütigen Videokonferenz über die aktuelle Situation informiert. Im Ergebnis soll es eine Sonderrolle für den 3. Liga-Fußball auch wegen der gesellschaftlichen Verantwortung in Sachsen-Anhalt nicht geben. 

Vor diesem Hintergrund ist nunmehr klar, dass der 1. FC Magdeburg den Trainingsbetrieb weiterhin nicht aufnehmen wird. Dafür besteht zum aktuellen Zeitpunkt keine Grundlage. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der 3. Liga ist nicht absehbar. Ein Abschluss der Saison bis zum 30. Juni dieses Jahres ist angesichts dieser Verfügungslage nicht möglich. Diese bestehenden Beschränkungen werden die Vereine nunmehr dem Deutschen Fußball-Bund übermitteln und die Bitte zum Abbruch der Saison somit nochmals unterstreichen. 

„Aufgrund der behördlichen Vorgaben ist eine Wiederaufnahme des Mannschaftstrainingsbetriebs in unserem Bundesland weiterhin nicht möglich. Das Wohl und die Gesundheit der Mitarbeiter des 1. FC Magdeburg stehen für alle verantwortlich handelnden Gremien fest im Vordergrund“ , so Mario Kallnik, Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg.

Angesichts der heutigen politischen Entscheidung bezogen auf die 3.Liga und der geltenden Verordnungen in Sachsen-Anhalt gehe es nun vor allem darum, die kommende Saison 2020/21 unter Berücksichtigung der durch die Pandemie eingetretenen Begleiterscheinungen verantwortungsvoll vorzubereiten. 

Im Übrigen unterstützen wir die von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin angeregte Entwicklung einer Zukunftskonzeption für die anderen Ligen, hier insbesondere Verbesserung der finanziellen Ausstattung der 3. Liga. 

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