16.11.2019

FSA-Pokal: FCM zieht sicher ins Halbfinale ein

Krämer-Team siegt 5:0 (3:0) in Halle-Ammendorf
Anlässlich der Viertelfinalrunde des FSA-Landespokals 2019/2020 kann sich der 1. FC Magdeburg am heutigen Nachmittag mit 5:0 (3:0) beim BSV Halle-Ammendorf durchsetzen und kann somit das Ticket fürs Halbfinale buchen. Anthony Roczen (30./42.) sowie Timo Perthel (45.+1) hatte den Drittligisten in Halbzeit eins in Führung geschossen. Im zweiten Durchgang erhöhten Marvin Temp (73.) und Manfred Osei Kwadwo (80.) den Endstand auf 5:0 vor 620 Zuschauern im Stadion der Waggonbauer Halle.
 
Comeback für Brunst, Bomheuer und Perthel
Nach ihren überstandenen Verletzungen durfte sich FCM-Cheftrainer Stefan über drei Rückkehrer freuen. Torwart Alexander Brunst hütete erstmals seit September das Tor der Elbestädter. In der Abwehr absolvierte Dustin Bomheuer sein erstes Pflichtspiel für den FCM, der erfahrene Innenverteidiger hatte sich nach auskurierten Knieproblemen zurück ins Team gekämpft – ähnlich wie Co-Kapitän Timo Perthel, der sich nach Rückenproblemen wieder auf der Linksverteidigerposition einordnen konnte.
 
FCM abgezockt
Um 13:00 Uhr eröffnete Schiedsrichter Nick Kahlert die Pokalpartie auf einem äußert holprigen Geläuf. Der Verbandsligist präsentierte sich in den Anfangsminuten durchaus mutig und erspielte sich nach den ersten fünf Minuten bereits drei Eckbälle, ernst wurde es allerdings nicht. Der erste Abschluss für den FCM gehörte Angreifer Anthony Roczen in der 7. Minute: sein Kopfball war allerdings kein Problem für Torwart Guth. Richtig strecken musste sich der Keeper des BSV allerdings vier Minuten später bei einer tollen Volleyabnahme von Leon Bell Bell, den Ball konnte er zur Ecke lenken.

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Dustin Bomheuer absolvierte sein erstes Pflichtspiel für Blau-Weiß. Foto: Verein.

Auf holprigem Geläuf fiel es beiden Mannschaften in den Anfangsminuten schwer, Spielfluss zu entwickeln und strukturierte Angriffe aufzuziehen. Die erste große Gelegenheit der Partie hatte Sirlord Conteh in der 29. Spielminute: Roczen hatte den Ball im Sechszehner behaupten können und legte den Ball für Conteh auf, dessen Schuss den Kasten um Zentimeter verfehlte. Nur eine Minute später sollte der Führungstreffer gelingen: Manfred Osei Kwadwo startete einen tollen Sololauf über die linke Seite und scheiterte mit seinem Abschluss an Guth, der Ball sprang in den Rückraum, wo Roczen goldrichtig stand und den Ball aus zehn Metern zum 1:0 über die Linie drückte.

Auch in der 40. Minute lief der schnelle Kwadwo allen davon und wollte eine Kontersituation zum zweiten Treffer nutzen, Torwart Guth parierte allerdings mit einer guten Fußabwehr. Nur eine Minute später schnürte Roczen seinen Doppelpack und konnte nach einer tollen Flanke von Laprevotte zum 2:0 einköpfen. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff wurde Conteh im Strafraum der Hallenser unsanft von den Beinen geholt. Für Sieber setzte es die erste Gelbe Karte der Partie, der Club bekam einen Elfmeter zugesprochen. Timo Perthel schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher im linken unteren Eck zur 3:0 Halbzeitführung.
 
Temp und Kwadwo erhöhen
Zur zweiten Halbzeit schickte Krämer Anton Kather für Björn Rother in die Partie, der im ersten Durchgang einen Schlag auf den Knöchel abbekam. BSV-Trainer Christian Kamalla nahm einen offensiven Wechsel vor und brachte Issiaka Cisse für Sieber aufs Feld. Die Gäste übernahmen weiterhin das Kommando, die Rot-Weißen forcierten sich aufs Verteidigen. In der 55. Minute waren die Gastgeber zu einem weiteren Wechsel gezwungen: Kapitän Wehlert verletzte sich in einem Zweikampf und wurde durch Justin Scholz ersetzt.

Auf Seiten der Magdeburger kam Marvin Temp für Leon Bell Bell und Kapitän Christian Beck für Sirlord Conteh in die Begegnung. Einen ersten Kopfball setzte Beck in der 67. Minute nach einem Eckball knapp über die Querlatte. Die Hausherren taten sich schwer im Spiel nach vorne, Brunst verlebte einen weitestgehend ruhigen Nachmittag. In der 73. Minute legte Beck eine hohe Hereingabe auf Marvin Temp ab, das Magdeburger Eigengewächs ließ den letzten Gegenspieler stehen und setzte seinen Schuss zum 4:0 überlegt ins lange Eck. Kurz darauf folgte die beste Gelegenheit für die Ammendorfer: Zorn hatte von der Strafraumkante wuchtig draufgehalten und traf den Pfosten.

Nach 80 gespielten Minuten erhöhte Manfred Osei Kwadwo nach Vorarbeit von Beck auf 5:0, im Duell mit Keeper Guth guckte er sich das rechte Eck aus und verwandelte überlegt. In den letzten zehn Minuten der Partie ließ der Drittligist weitere Chancen auf das halbe Dutzend liegen, fuhr aber dennoch einen ungefährdeten Sieg beim Verbandsligisten aus Halle-Ammendorf ein. Schiedsrichter Kahlert hatte die Pokalpartie bei einem deutlichen Spielstand ohne Nachspielzeit pünktlich abgepfiffen. Der 1. FC Magdeburg qualifizierte sich somit für das Halbfinale im FSA-Landespokalwettbewerb, welcher sich im Jahr 2020 fortsetzen wird.
 
Innenverteidiger Dustin Bomheuer zeigte sich nach seinem Comeback zufrieden: „Der Einsatz war wichtig für mich. Zwar tut mein Körper weh, aber ich habe mich heute gut gefühlt und bin optimistisch für den weiteren Weg.“
 
„Die erste Viertelstunde war ein bisschen zäh, danach wurde es besser. Man muss auch bedenken, dass heute viele junge Spieler und Spieler, die lange verletzt waren, gespielt haben. Nach dem 2:0 und 3:0 hat es sich zu einem relativ entspannten Nachmittag entwickelt. Bei einem guten Verbandsligisten muss man auch erstmal 5:0 gewinnen, deshalb bin ich zufrieden“, so Cheftrainer Stefan Krämer nach dem Spiel.
 
In einer Woche setzt sich der Punktspielbetrieb für den 1. FC Magdeburg in der 3. Liga fort, wenn die SpVgg Unterhaching anlässlich des 16. Spieltags in der MDCC-Arena Magdeburg gastiert. Anstoß ist am Samstag, 23.11.2019, um 14:00 Uhr. Tickets für das Heimspiel gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.1fcm.de/tickets.
 
 
Tore: 0:1 Anthony Roczen (30.), 0:2 Anthony Roczen (42.) 0:3 Timo Perthel (45.+1|FE), 0:4 Marvin Temp (73.), 0:5 Manfred Osei Kwadwo (80.)
 
BSV Halle-Ammendorf: Norbert Guth – Timo Grünewald, Tobias Große, Marcel Keitel, Tommy Parthier (46. Issiaka Cisse), Tom Renner, Philipp Wagner, David Sieber (49. Luis Göhler), Martin Wehlert (55. Justin Scholz), Christoph Zorn, Tobias Cramer
 
1. FC Magdeburg: Alexander Brunst – Dustin Bomheuer, Philipp Harant, Timo Perthel, Tarek Chahed, Björn Rother (46. Anton Kanther), Charles-Elie Laprevotte, Sirlord Conteh (56. Christian Beck), Manfred Osei Kwadwo, Leon Bell Bell (56. Marvin Temp), Anthony Roczen
 
Zuschauer: 620 (Stadion der Waggonbauer, Halle)
 
 

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