21.06.2022

„Leroy Sané schuldet mir noch einen Döner“

FCM fragt nach bei… Jamie Lawrence

Der 1. FC Magdeburg hat kürzlich die Leihe von Jamie Lawrence bekanntgegeben. Der 2,01-Meter-Abwehrspieler kommt vom FC Bayern München und spricht beim „FCM fragt nach“ über seine Zeit beim Rekordmeister, wann er sich wie im Film gefühlt hat und die Verbindung zu München.

Jamie, herzlich Willkommen noch mal beim FCM. Du bist jetzt seit einigen Tagen in Magdeburg. Wie sind Deine ersten Eindrücke?

Jamie Lawrence: Dankeschön erst mal. Es war nicht schwer, mich beim FCM zurechtzufinden. Die Mannschaft hat es mir sehr leicht gemacht, die Mitspieler sind offen, wir neuen Spieler waren mit ihnen abends bereits ein paarmal gemeinsam essen. Alle kommen auf mich zu – ob Amara oder Baris. Ich habe mich gleich gut mit ihnen verstanden.

Wie lief der Austausch mit Deinen neuen Mannschaftskollegen?

Jamie Lawrence: Es war für mich etwas Besonderes, da ich zum ersten Mal weg von zu Hause bin. Das war ein großer Schritt für mich und ich war freudig aufgeregt.

Du wurdest in München geboren und bist das erste Mal von zu Hause weg. Wie schwer fiel Dir der Schritt?

Jamie Lawrence: Ich bin mit voller Überzeugung hergekommen und wollte es unbedingt machen. Natürlich ist es noch mal etwas anderes, wenn man dann wirklich weg ist. Ich habe in München schließlich viel Zeit mit meiner Familie und mit Freunden verbracht und das ist dann in einer völlig neuen Umgebung erst mal schon ungewohnt. Diesen Schritt habe ich aber aus Liebe zum Fußball gemacht und so weit ist die Entfernung jetzt auch nicht.

 

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Der 19-jährige Innenverteidiger beim Gespräch im Trainingslager in Wesendorf.

 

Du kommst als Leihspieler vom FC Bayern und hast dort auch Deinen Vertrag verlängert. Welche Erwartungen hast Du für Deine Zeit in Magdeburg?

Jamie Lawrence: Auf jeden Fall möchte ich mich als Mensch und Spieler weiterentwickeln, möchte noch selbstständiger werden. Ich möchte von meinen Mitspielern und vom Trainer so viel wie möglich mitnehmen, alles aufsaugen, um mich weiterzuentwickeln.

Was hast Du von Magdeburg schon gesehen? Was gefällt Dir besonders?

Jamie Lawrence: Ich bin schon ein paarmal durch die Stadt gelaufen, war an der Elbe und im Stadtpark. Magdeburg ist eine kleine, schöne Stadt und gefällt mir sehr gut.

Mit 2,01 Metern überragst Du viele Spieler. Wie oft wirst Du auf Deine Größe angesprochen?

Jamie Lawrence: Das ist fast jeden Tag der Fall, immer dann auch, wenn ich jemanden Neues kennenlerne.

Nervt das nicht irgendwann?

Jamie Lawrence: Es gibt manchmal ein paar Sprüche, die nicht unbedingt neu für mich sind, da ich sie eben häufig höre. Das nervt mich aber nicht.

Du hast auch mal Erfahrungen als Basketballer gesammelt. Wie lief das und warum hast Du Dich für den Fußball entschieden?

Jamie Lawrence: Basketball hat mir immer Spaß gemacht, es ist aber kein Vergleich zum Fußball. Meine Leidenschaft gehört dem Fußball, das war auch immer so. Es war von Anfang an klar, dass ich Fußball spielen und Profi werden möchte.

Am 7. Januar 2022 beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach warst Du im Profikader. Wie war das für Dich?

Jamie Lawrence: Das war ein sensationelles Gefühl. So richtig habe ich das erst im Nachgang realisiert. Es war ein bisschen wie im Film, als ich auf der Bank saß – während eines Bundesligaspiels. Das war unfassbar und toll, dabei gewesen zu sein.

 

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Beim Testspiel in Ilsenburg kam Jamie Lawrence erstmals im FCM-Trikot zum Einsatz.

 

Beim FC Bayern hast Du auch bereits mit den Profis trainiert. Wie war das, als Du das erste Mal in der Kabine warst?

Jamie Lawrence: Als ich das erste Mal in der Kabine der Profis saß, hatte das schon etwas Unfassbares. Da saß ich auf einmal neben Spielern, die schon alles gewonnen hatten. Das war dann auch ein bisschen wie im Film. Die Spieler haben es mir aber total leicht gemacht, haben mich ganz natürlich aufgenommen. Auf dem Rasen war es dann ein geniales Gefühl, hat unfassbar viel Spaß gemacht. Ich habe jeden Moment genossen.

Hast Du eine besondere Erinnerung an diese Erlebnisse?

Jamie Lawrence: Leroy Sané schuldet mir noch einen Döner (lacht). Es war in der Sommer-Vorbereitung 2020, als wir einen Wettbewerb zum Abschluss hatten, den ich gegen ihn gewonnen hatte. Deshalb, Leroy: Da gibt es noch etwas für Dich einzulösen.

Was hat Dich am meisten beeindruckt?

Jamie Lawrence: Dass es die Spieler beim FC Bayern schaffen, mit einer Selbstverständlichkeit jeden Tag top auf dem Platz zu sein. Egal, wie sie aus der Kabine kommen – ob lachend oder nicht. Sie schaffen es immer, auf dem Platz 100 Prozent abzuliefern. Diese Konstanz ist beeindruckend und faszinierend. Das ist mein Ziel.

Wer ist Dein Vorbild?

Jamie Lawrence: Mein Lieblingsspieler war immer Lionel Messi, auch wenn er nichts mit meiner Position als Innenverteidiger zu tun hat. Beim FC Bayern mochte ich immer Jérôme Boateng, ansonsten vor allem Sergio Ramos.

 

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Der 2,01 Meter große Verteidiger wurde vom FC Bayern München II ausgeliehen.

 

Was machst Du gerne, wenn Du nicht auf dem Rasen stehst?

Jamie Lawrence: Ich verbringe viel Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie. Das entspannt mich am meisten.

Wird dann auch viel über Fußball gesprochen?

Jamie Lawrence: Mit den Freunden natürlich schon, aber in der Familie sprechen wir allgemein viel über Sport und nicht nur über Fußball. Zwei Brüder von mir spielen Basketball, ein weiterer Bruder hat bis vor Kurzem American Football gespielt. Da gibt es viele Themen (schmunzelt).

Wie schwer fällt es, als Spieler des FC Bayern immer auf dem Boden zu bleiben?

Jamie Lawrence: Das ist für mich überhaupt kein Thema. Ich sehe mich nicht als etwas Besonderes, habe nicht die Welt verändert. Für mich ist es selbstverständlich, auf dem Boden zu bleiben.

Du bist erst 19 Jahr jung, wirkst aber bereits sehr abgeklärt. Wirst du häufiger älter geschätzt?

Jamie Lawrence: Die meisten Leute denken tatsächlich nicht, dass ich erst 19 Jahre bin. Ich wundere mich dann manchmal, weil ich mich ja nicht verstelle oder extra bemühe, reifer zu wirken. Zuletzt habe ich mir allerdings schon mal gedacht, dass es super und nicht selbstverständlich ist, dass ich bereits in mein drittes Männerjahr gehe. Das hätte ich vor fünf Jahren nicht gedacht, es freut mich und darauf möchte ich aufbauen.

Interview: Manuel Holscher

Fotos: 1. FC Magdeburg / Norman Seidler

 

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