04.10.2019

„Zu fahrig“ – Punkteteilung in Düsseldorf

Uerdingen und FCM trennen sich torlos
Anlässlich des 11. Spieltags der 3. Liga 2019/2020 gastierte der 1. FC Magdeburg am heutigen Freitagabend in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena. Das Krämer-Team trennte sich vor 3.874 Zuschauern 0:0 unentschieden. Auf Seiten der Elbestädter hatte Sören Bertram die beste Chance des Spiels, Schlussmann Morten Behrens bewahrte seine Vorderleute mehrmals mit tollen Paraden vor einem Rückstand.
 
Jacobsen rückt nach links
Im Vergleich zum erfolgreichen Heimspiel vor einer Woche gegen die Würzburger Kickers nahm FCM-Cheftrainer Stefan Krämer eine personelle Änderung vor. Für Co-Kapitän Timo Perthel rückte Geburtstagskind Charles-Elie Laprevotte in die erste Elf und sortierte sich im zentralen Mittelfeld neben Björn Rother ein. Thore Jacobsen besetzte dafür die rechte Außenverteidigerposition. An der erfolgreichen 4-2-3-1-Formation hielt Krämer gegen seinen ehemaligen Verein fest. Auf Seiten der Platzherren hatte Cheftrainer Stefan Reisinger zwei Änderungen vorgenommen: Selim Gündüz kam für Boubacar Barry und Patrick Pflücke für Ali Ibrahimaj in die erste Elf. Auch der ehemalige FCM-Akteur Jan Kirchhoff wirkte von Beginn an mit und agierte in der Krefelder Innenverteidigung.
 
Abnutzungskampf im Mittelfeld
Pünktlich um 19:00 Uhr hatte Schiedsrichter Daniel Schlager das Spiel mit dem Anpfiff freigegeben. Nach fünf Minuten bot Blau-Weiß die erste gute Chance des Spiels an: Preißinger trieb den Ball weit durchs Mittelfeld und bediente Bertram auf dem rechten Flügel. Dieser zog nach innen und schloss mit dem linken Fuß ab, der abgefälschte Ball verfehlte das lange Eck nur knapp. Der nachfolgende Eckstoß brachte keine Gefahr ein. Weitere fünf Minuten vergingen bis zur nächsten guten Gelegenheit für die Gäste: Beck verlängerte einen langen Einwurf von Dominik Ernst, Conteh stand goldrichtig und hielt den Fuß hin, ein Bein der Uerdinger verhinderte allerdings schlimmeres.

Auch der nächste Versuch gehörte dem Club: eine weitere Bertram-Ecke in der 14. Minute fand den Kopf von Innenverteidiger Koglin, drüber. Doch dann ein erster Offensivimpuls der Gastgeber: Eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe von Koglin fiel Angreifer Boere in den Lauf, bei seinem Abschluss aus elf Metern reagierte Morten Behrens prächtig und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand. Zwei Minuten nach dieser Szene setzte es die erste Gelbe Karte des Spiels. Ernst hatte Pflücke von den Beinen geholt – es war seine fünfte Gelbe Karte der laufenden Saison, der Defensivmann ist somit im Heimspiel gegen Rostock gesperrt. In der Folgezeit spielte sich das Geschehen zu größten Teilen zwischen beiden Strafräumen ab.

Etwas zielstrebiger im Spiel nach vorne präsentierte sich jedoch die Krämer-Elf. Eine aussichtsreiche Szene in der 27. Minute wurde von Lukimya gestoppt, er hatte Preißinger gefoult und sah die erste Verwarnung auf Seiten der Hausherren. Zum Ende des ersten Durchgangs zeigte sich der KFC präsenter und entwickelte größeren Zug zum gegnerischen Gehäuse. Richtig zwingend wurde es noch nicht, auch nicht bei den sechs angesammelten Eckbällen. So pünktlich wie Schlager die erste Hälfte angepfiffen hatte, beendete er sie auch und schickte die Mannschaften ohne Nachspielzeit zum Seitenwechsel in die Kabine.

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Geburtstagskind Laprevotte (li.) durfte von Beginn an ran. Foto: Sportfotos-MD
 
Behrens hält die Null
Ohne Wechsel ging es für beide Mannschaften zum zweiten Durchgang zurück auf den Rasen. Lange hielten sich die Höhepunkte der zweiten Halbzeit in Grenzen. In der 53. Minute hatte es Bertram aus 20 Metern probiert, Keeper Königshofer hatte jedoch keine Probleme. Drei Minuten später reagierten beide Trainer das erste Mal: Tarek Chahed kam für Sirlord Conteh in die Begegnung, Reisinger hatte Osayamen Osawe für Patrick Pflücke gebracht. Doch auch Behrens wurde weiterhin geprüft: beim Kopfball von Kirchhoff in der 60. Minute parierte er sicher.

Auch in der 69. Minute bewies sich Behrens als sicherer Rückhalt und konnte den Kopfball von Osawe sicher aufnehmen. Eine Minute später sendete Krämer mit der Einwechselung von Manfred Osei Kwadwo für Charles-Elie Laprevotte ein offensives Zeichen. In der 75. Minute zeigte sich Chahed erstmals auffällig und bediente Bertram nach einem Solo im Zentrum, dessen Schuss war erneut sichere Beute für Königshofer. Zwei Minuten später war erneut Behrens zur Stelle und zeigte eine großartige Parade beim präzisen und wuchtigen Abschluss von Rodriguez aus 20 Metern. Beide Mannschaften hofften in den Schlussminuten auf den Lucky Punch, doch neutralisierte man sich größtenteils gegenseitig.

Für die letzten fünf Minuten kam Jürgen Gjasula für Rico Preißinger in die Partie und gab somit sein Comeback nach über vier Wochen Verletzungspause. In den Schlussminuten gelang es keiner Mannschaft mehr, konstruktive Angriffe aufzuziehen und die gegnerische Abwehr zu knacken. Auf Uerdinger Seite machten es die bundesliga-erfahrenen Innenverteidiger Kirchhoff und Lukimya souverän und ließen nur wenig gefährliche Szenen zu. Mit Ablauf von zwei Minuten Zusatzzeit beendete Schiedsrichter Schlager die torlose Drittligapartie.
 
„Es war nicht wirklich ein gutes Drittligaspiel. Gegen uns ist es nicht leicht ein Tor zu machen, aber mit dem Ball waren wir heute viel zu fahrig. Das hat im Spielaufbau angefangen. Das Beste ist, dass wir heute nicht verloren und zu null gespielt haben“, so Cheftrainer Stefan Krämer auf der anschließenden Pressekonferenz.
 
Großer Dank gilt den über 1.000 mitgereisten FCM-Fans, welche die Mannschaft über die volle Distanz bedingungslos unterstützten. In der nächsten Woche pausiert die 3. Liga aufgrund der stattfindenden Länderspiele. Der 1. FC Magdeburg ist am Samstag, den 12.10.2019, im Achtelfinale des FSA-Landespokals gegen den SSV Havelwinkel Warnau gefordert. Anstoß der Pokalpartie ist um 14:00 Uhr im Stadion Vogelgesang im brandenburgischen Rathenow.
 
 
Tore: -
 
KFC Uerdingen 05: Lukas Königshofer – Jan Kirchhoff, Assani Lukimya, Christian Dorda, Alexander Bittroff, Adam Matuschyk, Jean Manuel Mbom, Patrick Pflücke (56. Osayamen Osawe), Roberto Rodriguez, Selim Gündüz (70. Tobias Rühle), Tom Boere
 
1. FC Magdeburg: Morten Behrens – Tobias Müller, Brian Koglin, Thore Jacobsen, Dominik Ernst, Björn Rother, Charles-Elie Laprevotte (70. Manfred Osei Kwadwo), Rico Preißinger (85. Jürgen Gjasula), Sirlord Conteh (57. Tarek Chahed), Sören Bertram, Christian Beck
 
Zuschauer: 3.874 (Merkur Spiel-Arena, Düsseldorf)
 
 
Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit den Cheftrainern Stefan Krämer und Stefan Reisinger:
 

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