Wer „Pokal“ sagt, meint den 1. FC Magdeburg

Blau-Weiß siegt 1:0 gegen 1. FC Lok Stendal und gewinnt FSA Landespokal

 Im FSA-Landespokalfinale der Spielzeit 2017/2018 setzt sich der Zweitliga-Aufsteiger verdient mit 1:0 (1:0) gegen Oberligist 1. FC Lok Stendal durch und feiert vor 4.000 Zuschauern im Magdeburger Heinrich-Germer-Stadion den zwölften Titel des Landespokals Sachsen-Anhalts. Den einzigen Treffer des Nachmittags erzielte Christian Beck in der 29. Spielminute. Vereinzelte Gelegenheiten auf den Ausgleich ließen die Altmärker liegen, das Härtel-Team verpasste trotz bester Möglichkeiten das zweite Tor. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff der souveräne Schiedsrichter Tim Kohnert das Endspiel ab.

Im letzten Pflichtspiel der Spielzeit 2017/2018 hielt Cheftrainer Jens Härtel an der altbewährten 3-4-3-Spielformation fest. Seidel durfte von Beginn an ran und hütete das Tor der Elbestädter. Die Dreier-Abwehrkette bestand aus Handke, Erdmann und Schäfer, wobei Erdmann zum ersten Mal zentral in der Kette agierte. Im Mittelfeld liefen Butzen und Costly auf den Außenpositionen auf, zentral starteten Kapitän Marius Sowislo sowie Elie Laprevotte. Im Angriff stürmten Pick, Türpitz und Beck.

Bereits nach sieben Spielminuten ereignete sich die erste Großchance für Blau-Weiß. Butzen mit einem klasse Ball von der rechten Seite auf Türpitz, seine Direktabnahme konnte Kycek im Tor der Altmärker mit dem Fuß parieren. Es sollte nicht die letzte Parade des 19-jährigen Torhüters bleiben, welcher nach Abpfiff als Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde.

Fünf Minuten später versuchte sich Butzen erneut als Vorlagengeber. Ein Freistoß fand Torjäger Beck im Strafraum. Der Kopfball flog knapp am Kasten vorbei. Der Oberligist kam das erste Mal in Minute 20 gefährlich vor das Magdeburger Tor. Busch zwang Seidel mit einem Abschluss von der Sechszehnmeterkante zu einer Parade. Nach 29 Minuten war es soweit und Blau-Weiß konnte den ersten Treffer bejubeln. Schäfer setzte Pick über die linke Seite gut in Szene, mit Tempo zog er an zwei Gegenspielern bis zur Grundlinie vorbei. Sein Ball in den Rücken der Abwehr fand Christian Beck, welcher zum 0:1 einschob. Nach der Führung lief das Leder besser durch die eigenen Reihen. Sowislo verpasste in der 37. Minute den zweiten Treffer, nach schnittiger Hereingabe von Pick köpfte der Kapitän haarscharf vorbei. Nach einer Minute Zuschlag ertönte der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Kohnert.

 Pokal_Beck

Torjäger Christian Beck (li.) erzielte den einzigen Treffer der Partie (Foto: Sportfotos Magdeburg)

Die zweite Halbzeit begann personell unverändert auf beiden Seiten. Der FCM zog sofort die nächsten Angriffe auf und drückte auf den zweiten Treffer. Costly (48.) und Handke (50.) verpassten knapp. Ein Freistoß auf der Gegenseite von Franz Erdmann landete auf dem Tornetz. Die beste Chance auf den Ausgleich hatte das Körner-Team jedoch in der 59. Minute als ein langer Ball durch die Magdeburger Hintermannschaft rutschte und Buschke bereits Seidel umkurvt hatte. Erdmann konnte den Torschuss noch rechtzeitig vor der Linie aufhalten. Der erste Wechsel erfolgte in der 68. Minute, Rother ersetzte Handke und Härtel stellte auf eine Viererkette um. In der 73. Minute die nächste Doppelchance für das Härtel-Team durch Christian Beck. Zunächst platzierte er seinen Abschluss nach Vorarbeit von Butzen zu zentral aufs gegnerische Gehäuse. Der Kopfball nach der anschließenden Ecke rauschte am linken Pfosten vorbei. Nur drei Minuten später verpasste auch Sowislo knapp, Kycek konnte seine Direktabnahme in höchster Not parieren. In der 84. Minute war erneut Beck an der Reihe. Ähnlich wie beim Führungstreffer legte Pick das Spielgerät in den Rückraum, Beckus‘ Abschluss trudelte um Zentimeter am Tor vorbei. Vier Minuten vor dem Ende kam Tarek Chahed zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz nach seiner Verletzung im November 2017, er ersetzte Pick auf der linken Seite. In den drei Minuten Nachspielzeit gab es einen weiteren Hochkaräter zu verbuchen, die Stendaler konnten einen Schuss nach einem Eckball in letzter Sekunde von der Linie kratzen. Danach war Schluss. Der 1. FC Magdeburg konnte mit dem Pokalsieg den zweiten Titel der Saison bejubeln und neben dem Aufstieg in die 2. Bundesliga und der Meisterschaft in Liga 3, einen Haken hinter das dritte große Ziel setzen.

Dennis Erdmann war trotz der von Feierlichkeiten geprägten vergangenen Wochen mit der Mannschaftsleistung zufrieden: „Wir haben ein paar Kräfte in den letzten Wochen liegen gelassen. Trotzdem ist es uns gelungen, uns zu straffen und zu siegen.“

Cheftrainer Jens Härtel zeigte sich höchstzufrieden und fand lobende Worte an seine Mannschaft: „Es war nicht einfach, die Spannung in den letzten Wochen hochzuhalten. Wir genießen jetzt alle den Urlaub, den haben sich die Jungs redlich verdient.“

Mit einem gelungenen Saisonabschluss verabschiedete sich der 1. FC Magdeburg in die Sommerpause, ehe Mitte Juni die Saisonvorbereitungen auf die 2. Bundesliga einsetzen. 

Tore: 0:1 Christian Beck (29.)

Aufstellungen:

Stendal: Lukas Kycek - Philipp Groß (C), Martin Gebauer, Tim Schaarschmidt, Johannes Mahrhold, Christos Ieridis, Steven Schubert, Martin Krüger (81. Max Salge), Franz Erdmann (71. Lukas Breda), Vincent Kühn (75. Martin Gödecke), Niclas Buschke

1. FC Magdeburg: Mario Seidel - Marcel Costly, Steffen Schäfer, Nils Butzen, Christopher Handke (68. Björn Rother), Philip Türpitz, Dennis Erdmann, Marius Sowislo (C), Charles Elie Laprevotte, Florian Pick (86. Tarek Chahed), Christian Beck

Zuschauer: 4.000 (Heinrich-Germer-Stadion Magdeburg)

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