Anselmo García Mac Nulty (rechts) und Luka Hyryläinen

Anselmo García Mac Nulty (rechts) und Luka Hyryläinen.

Am 11. Spieltag hat unser FCM den FC St. Pauli empfangen. Hier lest ihr den Spielbericht.

Heimsieg Nummer 5

Profis

FCM gewinnt 4:1 gegen den FC St. Pauli

Die Heimserie weiterhin fortsetzen – so lautete das Ziel unseres Zweitliga-Teams am Sonntagnachmittag gegen den FC St. Pauli. Mit einem 4:1 (1:0) gegen die Hamburger verbuchten unsere Jungs den fünften Heimerfolg in Serie.

Fotos vom Spiel findet ihr in der Galerie der FCM-App.


Aufstellungen

1. FC Magdeburg: Reimann – Nadjombe, Müller (60. Heber), Mac Nulty, Nollenberger (78. Bockhorn) – Hyryläinen, Mergner (46. Chávez), Müsel – Iyoha (88. Tachie), Żukowski (88. Šimić), Atik

FC St. Pauli: Voll – Pyrka, Nemeth, Ritzka, Oppie – Smith – Rasmussen (46. Niang), Fujita – Metcalfe (46. Klein) – Hrgota (85. Hara), Ceesay (61. Kaars)


Personal

Unser Trainerteam um Petrik Sander und Pascal Ibold brachte im Vergleich zum 1:1 in Darmstadt zwei neue Kräfte. Falko Michel fehlte kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme, für ihn kam Leon Mergner in die Startelf und Tony Reitz in den Spieltagskader. Zudem begann Mateusz Żukowski nach überstandener Schulterprellung für Roko Šimić.

Pauli-Coach Marcel Rapp – der zuletzt mit seiner Mannschaft 1:3 gegen Nürnberg verlor – tauschte nicht. Es begann die gleiche Mannschaft wie zuletzt, die Ex-FCM-Spieler Martijn Kaars und Marcus Mathisen saßen zunächst nur auf der Bank.


Tore

1:0 Mateusz Żukowski (26.) – Eine Atik-Ecke landete über Alexander Nollenberger schließlich bei Torben Müsel, der abermals ein Auge bewies und auf Mateusz Żukowski ablegte. Der polnische Nationalspieler zog aus rund 20 Metern ab und hämmerte den Ball ins gegnerische Tor.

2:0 Anselmo Mac Nulty (48.) – Mit einem seiner ersten Ballkontakte brachte Bayern-Leihgabe Felipe Chávez das runde Leder gefährlich auf den zweiten Pfosten, wo bereits Mac Nulty lauerte und zum 2:0 netzte.

2:1 Eric Smith (59.) - Nach einer Ecke spielte Branimir Hrgota auf Eric Smith, der aus wenigen Metern einnetzte.

3:1 Herbert Bockhorn (89.) – Nachdem unser Team das Spiel schnell machte, kam der Ball von Roko Šimić zu Luka Hyryläinen. Der Finne fand am langen Pfosten den eingewechselten Herbert Bockhorn, der das 3:1 erzielen konnte.

4:1 Roko Šimić (90.) – Nur wenige Augenblicke nach dem 3:1 folgte der vierte Treffer. Einen Steckpass von Pierre Nadjombe verwertete Šimić per Flachschuss zum Endstand.
 


Spielverlauf

Um 13.30 Uhr gab Schiedsrichter Bauer das Sonntagsspiel an der Elbe mit Anstoß für den FCM frei. Entsprechend spielten die beiden Teams im ersten Durchgang zunächst auf ihre jeweils eigenen Fankurven. Fünf Minuten waren von der Uhr, als Hrgota von rechts eine wohl eigentlich als Flanke angedachten Pass – nach Zuspiel von Oppie – aus überaus spitzem Winkel über den FCM-Kasten von Reimann drosch. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Phase des Abtastens vorüber, beide Mannschaften schenkten sich nichts, wurden aber im letzten Drittel auch noch nicht wirklich zwingend. Erstmals kombinierten sich die Blau-Weißen in der 9. Minute in die gegnerische Box: Nach einem Foul an Müsel entschied Schiedsrichter Bauer auf Freistoß für die Hausherren. Nollenberger, Mergner und auch Żukowski beförderten das Spielgerät zwar in den Sechzehner des FC St. Pauli, doch der Querleger auf den aufgerückten Hyryläinen, der unter der Woche erstmals für die finnische A-Nationalmannschaft nominiert worden war, scheiterte.

Sechs Zeigerumdrehungen später war es erneut Oppie, der das sachsen-anhaltische Abwehrbollwerk prüfte: Nachdem Müller noch den Angriff von Pyrka und Fujita unterbinden konnte, jagte Oppie das runde Leder aus weitestgehend zentraler Position über den Querbalken (15.). Mehr oder weniger einen Atemzug später, eroberte Żukowski noch in der eigenen Hälfte den Ball, sprintete gen Keeper Voll und wurde von Nemeth am Abschluss gehindert. Schiedsrichter Bauer entschied, die Partie ohne Verwarnung weiterlaufen zu lassen (16.). 

Auch wenn beide Teams ihre Aktionen hatten, dominierten in dieser Phase dennoch die in Braun agierenden Gäste das Geschehen. Zwei von Metcalfe getretene Ecken klärten Atik, Iyoha und Co. ohne größere Probleme (19., 22.). Dann war es jedoch der Hamburger-Tross, der in ins Hintertreffen geriet: Nach einer Balleroberung Müsels steckte dieser durch auf Nadjombe. Zweiter konnte zentral und vollkommen frei abziehen – doch Keeper Voll reagierte reaktionsschnell, riss sein linkes Bein nach oben und verhinderte den Rückstand der Kiezkicker (25.). Die nachfolgende Atik-Ecke landete schließlich bei Müsel, der abermals ein Auge bewies und ablegte auf Żukowski. Der polnische Nationalspieler zog aus rund 20 Metern ab und hämmerte den Ball ins gegnerische Tor (26.). Nach der Führung übernahm der FCM das Zepter und kreierte immer wieder gefährliche Situationen, rund um den gegnerischen Sechzehner. Dreh- und Angelpunkt dabei: Żukowski, Iyoha und Nollenberger (29., 30., 33.). Letzterer ging nach 34 Minuten im Strafraum zu Boden – aber zu wenig für Schiedsrichter Bauer und den VAR, um auf den Punkt zu zeigen. 

Der FC St. Pauli konnte mit dem Rückstand wenig gut umgehen und prüfte Reimann lediglich mit einem Oppie-Freistoß (36.). Anders die Sander-Ibold-Elf: Der für Michel in die Startformation gerückte Mergner zog aus zweiter Reihe ab und beförderte die Kugel knapp neben den linken Pfosten (38.). Doch die Gäste steckten nicht auf, kombinierten sich in Person von Hrgota und Ceesay mehrfach in Richtung FCM-Hälfte (42., 43., 45.) – scheiterten aber insbesondere an Hyryläinen und Mac Nulty. Nach zweiminütiger Nachspielzeit war Pause in der Avnet Arena.

Nach dem Seitenwechsel ging es auf beiden Seiten verändert weiter: Während der FCM mit Chávez einen neuen Mann für Youngster Mergner brachte, rotierte Rapp doppelt: Rasmussen und Metcalfe machten Platz für Niang und Klein (46.). Kaum lief die Nachmittagspartie wieder, ertönte die Torjubel-Musik – denn unser Club hatte getroffen. Mit einem seiner ersten Ballkontakte brachte Bayern-Leihgabe Chávez das runde Leder gefährlich auf den zweiten Pfosten, wo bereits Mac Nulty lauerte und zum 2:0 netzte (48.). Der 19-Jährige mit deutschen wie peruanischen Wurzeln wirkte auch in der Folge als belebendes Element im Magdeburger Spiel und hatte in der 56. Minute sogar das 3:0, nach Vorarbeit von Iyoha, auf dem Fuß. Der gebürtige Aichacher setzte die Kugel aber aus rund 18 Metern knapp am Tor vorbei. 

Das Match wurde von Minute zu Minute giftiger, Schiedsrichter Bauer verteilte entsprechend Gelbe Karten – für Nemeth (56.) sowie Müller (57.). Danach wurde es hektisch in der Avnet Arena: Beim Angriff von Hrgota, als dieser allein auf Reimann zulief, behielt Magdeburgs Nummer 1 die Ruhe, blieb lange stehen und währte den Ball schließlich mit seiner rechten Schulter zur Ecke ab (58.). Diese nutzten die Kiezkicker allerdings, um den Anschluss zu erzielen. Hrgota auf Smith, der aus wenigen Metern netzte (59.). Danach kam für den bereits verwarnten FCM-Akteur Müller Daniel Hebers ins Spiel (61.). Auch der FC St. Pauli wechselte und so kam Ex-FCM-Stürmer Kaars für Ceesay (61.).

Kaum waren die Wechsel durch, wieder großes Aufschreien im Stadion: Nach einem Atik-Freistoß stand Mac Nulty bereit, der Ball ging allerdings über den Querbalken – und der Innenverteidiger erhielt für das Wegschlagen des runden Leders Gelb. Eine Karte mit Folgen, war es doch die fünfte Verwarnung in der noch jungen Saison für den Abwehrspieler (61.).

Weitere Treffer langen im Schlussspurt der Begegnung in der Luft – sowohl auf Seite der Gäste (68., 69.) als auch der Hausherren (72., 73.). Reimann, Nadjombe und Co. mussten diese Phasen des Spiels mehrfach durchpusten, da die Akteure aus dem hohen Norden vor allem nach Standards gefährlich wurden. Der FCM wollte kontern und ein solcher führte in der 81. Minute auch zur Roten Karte für FCSP-Akteur Oppie: Mit offener Sohle traf er Iyoha am Knie, für den es allerdings weiterging, auch wenn es zwischenzeitlich wirklich nicht danach aussah. 

Kurz vor dem Schlusspfiff legten die eingewechselten Bockhorn und Šimić noch zwei weitere Treffer nach, ehe die Partie unter dem Jubel der FCM-Fans endete.

Schiedsrichter

Tom Bauer

Assistenten

Luca Schlosser
Sebastian Hilsberg

4. Offizieller

Alexander Sather

VAR

Patrick Alt
Markus Sinn

Zuschauer

27.716 (Avnet Arena, Magdeburg)

Stimmen nach dem Spiel

Alexander Nollenberger: „Was uns besonders stark macht, ist unsere defensive Stabilität. Außerdem sind wir inzwischen bei Standards sehr gefährlich. Mit Mateusz haben wir zudem einen Mann bei uns, der einen Wahnsinnsschuss hat. Wenn er abschließt, wird es meistens sehr gefährlich.“

Herbert Bockhorn: „Es war ein harter Kampf, wo wir permanent wussten, dass wir immer leiden müssen. In der ersten Halbzeit war auch etwas Glück mit dabei, ehe das Spiel in unsere Richtung geklippt ist. Jetzt gilt es, den Schwung aus den Heimspielen mitzunehmen, um auch auswärts das Quäntchen Glück zu haben.“

FCM-Trainer Petrik Sander: „Die Anfangsphase war von beiden Mannschaften sehr holprig. Mit unserem Tor hat sich das Spiel dann etwas geöffnet. Nach dem Anschlusstreffer hatte der FC St. Pauli gute Chancen. Wir sind mittlerweile jedoch in der Lage, solche Phasen zu überstehen. Das ist eine klare Weiterentwicklung der Mannschaft. Insgesamt war es ein überzeugender Auftritt.“

Pauli-Cheftrainer Marcel Rapp: „Bis zum 1:0 für Magdeburg hatten wir das Spiel ganz gut im Griff. Danach war Magdeburg bis zur Halbzeit die bessere Mannschaft. Nach dem Anschlusstreffer waren wir dran, das 2:2 zu machen. Nach der roten Karte sind wir all in gegangen und bekommen noch zwei Gegentore. Wir müssen daran arbeiten, unsere Torchancen besser zu verwerten.“

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Petrik Sander & Marcel Rapp bei FCM-tv:

—folgt—


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