Roko Simic (rechts) ersetzte den angeschlagenen Mateusz Zukowski

Roko Simic (rechts) ersetzte den angeschlagenen Mateusz Zukowski.

Am 10. Spieltag ist unser FCM beim SV Darmstadt 98 zu Gast gewesen. Hier lest ihr den Spielbericht.

Ein Punkt am Böllenfalltor

Profis

FCM spielt 1:1 beim SV Darmstadt 98

Wenige Tage nach dem DFB-Pokalspiel beim FC Bayern stand für unsere Jungs das nächste Ligaspiel beim SV Darmstadt 98 auf dem Programm. Nach einem 1:1-Remis nahm unser FCM einen Punkt mit zurück nach Magdeburg.

Fotos vom Spiel findet ihr in der Galerie der FCM-App.


Aufstellungen

SV Darmstadt 98: Schuhen – Pfeiffer (52. Vukotic), Lührs, Petretta – Mikelbrencis, Klefisch, Akiyama – Richter (87. Kehl), Weißhaupt – Smit (87. Duijvestij), Lakenmacher (63. Lee)

1. FC Magdeburg: Reimann – Nadjombe (46. Bockhorn), Müller, Mac Nulty, Nollenberger – Hyryläinen (82. Manthey), Michel, Müsel – Iyoha (82. Baars), Šimić, Atik (90. Tachie)


Personal

Unser Trainerteam um Petrik Sander und Pascal Ibold tauschte im Vergleich zum Bayern-Spiel zweifach. Roko Šimić startete für Mateusz Żukowski, der mit einer Schulterprellung ausfiel. Außerdem begann Falko Michel im Mittelfeld für Felipe Chávez.

Darmstadt-Coach Florian Kohfeldt, der zuletzt mit seinem Team 2:0 bei der SV Elversberg gewann und eine Pokalrunde weiterkam, brachte gleich fünf neue Kräfte in die Startelf, u.a. begann Lakenmacher für Lee.


Tore

0:1 Tobias Müller (14.) – BarisAtik trat zur Ecke an, das Spielgerät landete in der Darmstädter Box, konnte aber nicht entscheidend genug von Schuhen festgehalten werde, sodass der lauernde Tobias Müller den Ball mittig ins Tornetz befördern konnte.

1:1 Milan Smit (37.) – MarcoRichter setzte sich auf der rechten Seite durch, servierte den Ball mittig in den Sechzehner und Milan Smit schob mit der Hacke zum Ausgleich ein.
 


Spielverlauf

Schiedsrichter Lukas Benen eröffnete die Partie im Merck-Stadion am Böllenfalltor um 13 Uhr. Die in Backsteinrot agierenden Elbestädter knüpften am Samstagnachmittag da an, wo sie am vergangenen Wochenende gegen den KSC aufgehört hatte: Auf der rechten Außenbahn war es das zuletzt gewohnte Personal um Nadjombe und Iyoha, welches den Ball erstmals nach drei Zeigerumdrehungen in Richtung des gegnerischen Strafraums beförderte. Auch wenn die Ballbesitzphasen auf Seiten der Magdeburger deutlich länger anhielten als bei den Hausherren, fehlte in den Anfangsminuten die letzte Konsequenz. Der lange Ball von Reimann (5. Minute) konnte vom FCM-Personal entsprechend auch noch nicht in Zählbares verwertet. Gleiches galt für die Lilien: Ein Richter-Freistoß brachte Keeper Reimann keineswegs in Bedrängnis (6.).

Drei Minuten später dann der erste gefährliche Vorstoß der Kohfeldt-Elf: Mac Nulty hatte im Zweikampf mit Richter in zentraler Position am Sechszehner das Nachsehen, der Ball klatschte an den linken Außenpfosten. Beim Nachschuss von Weißhaupt klärte Nollenberger auf der Linie (9.). Nach der Doppelchance zur Führung, meldeten sich dann aber die Gäste zu Wort: Eine Müsel-Flanke wurde von Hyryläinen an Müller weitergeleitet, der Müller fand – dessen Schuss aber von Schuhen im Kasten der Lilien pariert werden konnte (13.). Doch nur wenige Sekunden später musste der Torhüter doch hinter sich greifen! Atik trat zur Ecke an, das Spielgerät landete in der Darmstädter Box, konnte aber nicht entscheidend genug von Schuhen festgehalten werde, sodass der lauernde Müller da runde Leder mittig ins Tornetz befördern konnte (14.). Danach hatte die Truppe aus der Ottostadt klar mehr vom Duell: Nollenberger bediente Atik aus rund 20 Metern und der Dribbler verzog knapp am linken Pfosten (16.). Anders die Lilien, die sich nach der Führung nicht wirklich aufrappelten und die Gestaltung den Gästen aus Sachsen -Anhalt überließen. So konnten Reimann und Co. ihr Spiel von hinten heraus aufbauen und vorne Nadelstiche setzen – beispielsweise durch Atik, welcher ein Auge für seinen finnischen Kollegen Hyryläinen hatte, dessen Pass aber weder Šimić noch Nadjombe erreichte (26.). 

Nach einer guten halben Stunde wurde deutlich: Der DFB-Pokal unter der Woche hatte beiden Team Körner gekostet: So dümpelte die Partie mehr oder weniger vor sich hin und spielte sich vorwiegend im Mittelfeld ab. Da für die Lilien aus dem Spiel heraus wenig bis nichts ging, versuchten sie es über die Standards und Richter. Beide seiner Ecken brachten aber nicht den Ausgleich, sondern lediglich Behandlungspause mit sich (32., 33.). So rauschten Lakenmacher und Müller zusammen und mussten behandelt werden. Für beide Akteure ging es am Ende zwar weiter – allerdings für den Darmstädter Offensivakteur früher als für den Innenverteidiger. Die kurzweilige Überzahl nutzten die Hausherren eiskalt aus: Richter setzte sich auf der rechten Seite durch, servierte den Ball mittig in den Sechzehner und Smit schob mit der Hacke zum 1:1 ein (37.). Ein Ausgleich, der dem bisherigen Spielverlauf nicht wirklich gerecht wurde. Der Treffer glich einer Art Brustlöser, agierten die Gastgeber in den darauffolgenden Minuten bis zum Pausentee doch deutlich mutiger (39.).

Magdeburg wollte sich die Butter aber nicht vom Brot nehmen lassen: Bei Atiks Freistoß aus 30 Metern und zentraler Position war Schuhen dran und leitete den Ball über den Querbalken (45.). In der vierminütigen Nachspielzeit entbrannte auf den Rängen dann rechte hitzige Stimmung: Im SVD-Strafraum kam Atik nach einem Zweikampf mit Pfeiffer zu Fall, Schiedsrichter Benen entschied nicht auf Strafstoß und musste bei der darauffolgenden Rudelbildung Ruhe bewahren. Petretta und Šimić sahen dabei jeweils Gelb (45. +1). Mit selbiger Kartonfarbe wurde Nadjombe sanktioniert, als er eine Konterchance der Lilien unterband (45 + 3). Kurz danach war Schluss im ersten Durchgang.

Zur Pause kam für Nadjombe Rotinier Bockhorn auf den Platz, die Hausherren kehrten hingegen unverändert zurück – und kredenzten ihre erste Chance: Beim Abschluss von Weißhaupt war Reimann aber auf dem Posten (47.). Darmstadt stand auch bei der nächsten Aktion im Mittelpunkt: Lakenmacher fiel nach einem Duell mit Michel im FCM-Strafraum. Für Schiedsrichter Benen aber kein Grund, auf Strafstoß zu entscheiden (49.). In der 50. Minute grätschte Mac Nulty eine Hereingabe von Pfeiffer weg, wodurch ein 1:2-Rückstand vermieden werden konnte. Bei dieser Aktion schien sich der Ex-Magdeburger wohl verletzte zu haben und wurde von Vukotic ersetzt (52.).

Die Elbestädter versuchten, wieder Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen. Nollenberger probierte, das Geschehen von seiner linken Seite auf rechts zu verlagern. Iyoha blieb dabei aber genauso glücklos wie Bockhorn (59.). Ähnlich erging es Šimić in der 63. Minute, dessen Schuss aus zentraler Position am linken Pfosten vorbei ging, sowie Atik in der 66. Minute. Baris Freistoß flog weit über den Querbalken. Zuvor hatte Richter noch Gelb gesehen, was in der 67. Minute auch für Mac Nulty galt. Der fällige Richter-Freistoß wurde von Vukotic nicht im Reimann-Tor untergebracht.

In der 71. Minute schickten Petrik Sander und Pascal Ibold Felipe Chávez für Roko Šimić ins Rennen. Offensiv auffällig wurde es aber in die Gegenrichtung: Wieder Richter (72.) – aber Mac Nulty ist zur Stelle. Beim FCM setzte Michel eine Atik-Hereingabe von links über den Schuhen-Kasten (77.), anschließend feierte Kevin Manthey sein Zweitliga-Debüt für den Club. Der 19-jährige Stürmer wurde für Iyoha eingewechselt. Zudem ersetzte Baars Hyryläinen (82.). Kaum im Spiel hatte Manthey den Siegtreffer auf dem Fuß: Die Kombination um Atik und Michel sorgte dafür, dass der Youngster allein auf das gegnerische Tor zu rannte, Schuhen zu umkurven versuchte und in der Box strauchelte wie fiel (83.). Auch hier: Zu wenig für einen Elfmeter.

Weitere Tore fielen an diesem Nachmittag nicht mehr, sodass die Partie mit einem Remis endete.


Schiedsrichter

Lukas Benen

Assistenten

Fynn Kohn
Lennart Kernchen

4. Offizieller

Tobias Endriß

VAR

Benjamin Cortus
Dr. Henrik Bramlage

Zuschauer

17.333 (Merck-Stadion am Böllenfalltor, Darmstadt)

Stimmen nach dem Spiel

FCM-Trainer Petrik Sander: „Wir können wohl mit dem Punkt ein bisschen besser leben als Darmstadt, weil wir eine bessere Ausgangslage hatten. Letztes Jahr sah es anders aus. Das Gegentor fällt in einer Situation, wo bei uns Innenverteidiger fehlt, man kann und muss das aber dennoch besser verteidigen. Beide Teams haben dennoch versucht, zu siegen. Wir hatten gegen Ende eine riesige Chance, um das 2:1 zu machen, und sind froh, nun endlich nach Hause fahren zu können.“

Abwehrspieler und Torschütze Tobias Müller: „Ich hätte heute lieber auf das Tor verzichtet und dafür drei Punkte mitgenommen. Beim Gegentor hat die Zuordnung nicht gepasst, da wir ein Mann weniger auf dem Platz waren. In Summe ist das 1:1 verdient, da es in der zweiten Halbzeit schon recht wild war. Ich möchte unseren Fans noch ein riesiges Dankeschön aussprechen, die sowohl in München als auch hier so zahlreich supportet haben. Ihnen hätten wir dafür sehr gerne einen Sieg geschenkt.“

Offensivakteur Baris Atik: „Die ersten 30 Minuten waren wirklich überragend: wir haben den Gegner nur so laufen lassen, machen dann clever das 1:0. Dann kassieren wir das Tor, das so nicht fallen darf. Nach dem Ausgleich war die Partie offen, beide Mannschaften hätten gerne gewonnen. Am Ende war es gerecht, dass es unentschieden stand. Mit dem Punkt sind wir zufrieden.“

Mittelfeldspieler Falko Michel: „Wenn man nicht gewinnen kann, ist es gut, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Es war uns im Vorfeld klar, dass wir vor allem vom Kopf her sofort da sein müssen. Zusammen haben wir es ordentlich gemacht und gemeinschaftlich verteidigt. Für mich persönlich war es zudem schön, nach meiner Verletzung erstmals wieder über 90 Minuten auf dem Platz zu stehen.“
 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Petrik Sander & Florian Kohfeldt bei FCM-tv:
 


Alle Infos lest ihr in der FCM-App und auf unserer Homepage.