
FCM trauert um Eberhard Vogel
Der Ostdeutsche Fußball trauert um eine seiner prägenden Persönlichkeiten und der 1. FC Magdeburg verabschiedet sich von einem Trainer, der den Verein in einer schwierigen Phase sportlich geformt hat.
Eberhard Vogel ist am 1. September 2026 im Alter von 83 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Mit ihm verliert die Fußballwelt einen außergewöhnlichen Sportsmann, dessen Name untrennbar mit Leidenschaft, fachlicher Kompetenz und unermüdlichem Einsatz verbunden bleibt.
Eberhard Vogel blickte bereits auf eine herausragende Spielerkarriere zurück, in der er als Rekordspieler der DDR-Oberliga mit 440 Einsätzen und 188 Toren für den SC bzw. FC Karl-Marx-Stadt und den FC Carl Zeiss Jena Sportgeschichte schrieb, zwei olympische Bronze-Medaillen gewann und an der Weltmeisterschaft 1974 teilnahm. Er wurde mit dem FC Karl-Marx-Stadt 1967 DDR-Meister und gewann mit dem FC Carl-Zeiss Jena dreimal den FDGB-Pokal. Mit den Jenensern stand er 1981 im Finale des Europapokals der Pokalsieger, wobei Jena gegen Dinamo Tiflis mit 1:2 verlor
Doch seine Spuren im ostdeutschen und gesamtdeutschen Fußball erstreckten sich weit über das Spielfeld hinaus. Als Trainer bewies er über Jahrzehnte hinweg ein feines Gespür für Talente, taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit – Qualitäten, die er ab Juli 2000 auch beim 1. FC Magdeburg einbrachte. Die Zeit von Eberhard Vogel als Cheftrainer beim 1. FC Magdeburg von Sommer 2000 bis Oktober 2001 war geprägt von sportlichen Triumphen und emotionalen Momenten, die den Verein nachhaltig prägten. Unter seiner Führung erlebte der FCM eine denkwürdige Pokalsaison 2000/01, in der die Blau-Weißen sensationell bis in das Viertelfinale des DFB-Pokals vordrangen und dabei u.a. den deutschen Rekordmeister FC Bayern München aus dem Wettbewerb warf. Gekrönt wurde dieses erfolgreiche Jahr durch den Aufstieg in die Regionalliga Nord.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.
In stillem Gedenken
Die Blau-Weiße FCM-Familie



