
Sommer-Interview mit Martin Geisthardt.
„Ein zentraler Baustein für die Entwicklung des Vereins.“
Sommer-Interview mit Geschäftsführer Martin Geisthardt
Wir haben mit unserem Geschäftsführer Martin Geisthardt über die vergangene Saison, die Entwicklung des Clubs sowie die zukünftige Ausrichtung gesprochen. Das komplette Sommer-Interview lest ihr hier.
Martin, wie fällt Dein persönlicher Rückblick auf die vergangene Saison 2025/26 und den Klassenerhalt am 34. Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern aus: sportlich, aber auch mit Blick auf die Entwicklung des gesamten Vereins?
Martin Geisthardt: „Es war eine sehr turbulente und vor allem extrem anspruchsvolle Saison. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird das auch deutlich. Wir standen an 12 von 34 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz und waren in 20 Spieltagen unter dem Strich. Das heißt, nur an 14 Spieltagen lagen wir über dem Strich. Das zeigt, unter welchem Druck wir über weite Strecken gestanden haben. Umso höher ist es einzuschätzen, dass wir am Ende gemeinsam den Klassenerhalt geschafft haben. Was mir dabei wichtig ist, ist, dass wir uns nicht nur sportlich durch die Saison gekämpft, sondern uns parallel auch strukturell weiterentwickelt haben. Wir konnten zentrale Infrastrukturmaßnahmen anschieben, etwa den Bau des Funktionsgebäudes und den Neubau der Trainingsplätze. In Summe war das eine Saison, die uns viel abverlangt hat, die aber auch gezeigt hat, dass wir als Club zusammenhalten und uns weiterentwickeln können.“
Nach einer intensiven Spielzeit läuft bereits die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison auf Hochtouren. Welche Schwerpunkte setzt der Club, unter dem neuen Sportdirektor Peer Jaekel, in diesem Transfersommer – sowohl auf der abgebenden als auch aufnehmenden Seite?
„Unser Ansatz ist klar. Wir wollen den Kader verschlanken und gleichzeitig die Qualität gezielt erhöhen. Parallel setzen wir einen Schwerpunkt auf Entwicklung. Wir wollen gezielt entwicklungsfähige Spieler verpflichten und gleichzeitig die U23 stärker nutzen, um Talente heranzuführen. Im Nachwuchs sehen wir, dass Potenzial vorhanden ist. Deshalb arbeiten wir daran, das Zusammenspiel zwischen Profis und U23 weiter zu verbessern und auch die Übergänge von der U17 über die U19 bis in den Profibereich strukturierter zu gestalten. Meine Zusammenarbeit mit Peer ist wirklich sehr gut. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Qualität, Tempo und Kommunikation, das uns in unseren Entscheidungen hilft. Unser Ziel ist es, im Sommer eine Mannschaft zu präsentieren, die sportlich und charakterlich zusammenpasst und ein klares Profil hat.“
Beim FCM herrscht der Wunsch nach Kontinuität. Auf der Trainerposition ist dies beispielsweise zuletzt mit der Vertragsverlängerung von Petrik Sander und Pascal Ibold geglückt. Warum ist diese Philosophie für den Verein so wichtig?
„Wir sind sehr froh, dass wir früh Klarheit schaffen konnten und mit Pet und Pascal wichtige Personalien festgezurrt haben. Am Ende geht es immer um die richtige Mischung. Wir brauchen auf der einen Seite Kontinuität. Das gilt für das Trainerteam, für eine stabile Achse in der Mannschaft und auch für die Gremien. Diese Konstanz ist die Grundlage für Entwicklung. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass wir mit unveränderten Strukturen allein nicht die Entwicklungsgeschwindigkeit erreichen, die wir uns wünschen. Deshalb müssen wir bereit sein, punktuell Veränderungen vorzunehmen. Das betrifft alle Bereiche, von der Geschäftsstelle über den Profibereich bis hin zu den Gremien. Entscheidend ist, dass wir die Balance halten zwischen Stabilität und gezielter Weiterentwicklung, um langfristig erfolgreich zu sein.“

Mit der Freistellung von Otmar Schork gab es dennoch im zurückliegenden März eine einschneidende Veränderung. Wie schwierig war diese Entscheidung und wie hat sich Deine Rolle seitdem verändert?
„Die Entscheidung haben sich alle Beteiligten nicht leicht gemacht, weil natürlich jedem bewusst ist, welche Leistungen Otmar für den 1. FC Magdeburg erbracht hat. Gleichzeitig war es in der Situation entscheidend, alle Hebel in Bewegung zu setzen und konsequent den Fokus auf den Klassenerhalt zu legen. Seit dem Ausscheiden von Otmar bin ich deutlich intensiver im sportlichen Bereich eingebunden. Peer und ich stehen in einem sehr engen und regelmäßigen Austausch. Ich bringe meine Sichtweise in sportliche Themen ein, aber es ist auch klar geregelt, dass die finalen Entscheidungen zu Transfers, Vertragsverlängerungen oder Abgängen bei Peer liegen. Als alleiniger Geschäftsführer trage ich in dieser Phase die Gesamtverantwortung. Dazu gehört auch, bei Bedarf zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und das eigene Tätigkeitsfeld zu erweitern. Am Ende ordnen wir alle Entscheidungen dem Wohl des 1. FC Magdeburg unter. Wenn das bedeutet, mehr Verantwortung zu übernehmen und enger in operative Themen einzusteigen, dann ist das für mich selbstverständlich.“
Bei der Vorstellungspressekonferenz war die Rede davon, dass sich Peer Jaekel zunächst als Sportdirektor beweisen soll und dann müsse man sehen, ob er zum Geschäftsführer Sport aufsteigen würde. Verpflichtet der FCM in der Sommerpause einen neuen Geschäftsführer Sport?
„Ich habe bereits auf der Pressekonferenz gesagt, dass beim 1. FC Magdeburg grundsätzlich jeder die Möglichkeit hat, sich über Leistung für weiterführende Aufgaben zu qualifizieren. Das gilt auch für Peer und seine Perspektive. Gleichzeitig gibt es aktuell nur einen klaren Fokus, und das ist die bestmögliche Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Dafür ist es wichtig, dass wir als Club geschlossen auftreten und Peer sowie das gesamte sportliche Team bestmöglich unterstützen. Wenn sich der sportliche Erfolg einstellt und wir gleichzeitig die Strukturen weiter professionalisieren, in der ersten Mannschaft, in der U23 und im Nachwuchsbereich, dann schaffen wir automatisch die Voraussetzungen für weitere Entwicklungsschritte. Mir ist wichtig, das klar zu sagen. Peer hat unsere vollste Rückendeckung. Es gibt derzeit keinerlei Überlegungen, zusätzlich einen Sportgeschäftsführer neben ihm zu installieren.“
Ist mit weiteren neuen Gesichtern im sportlichen Bereich zu rechnen – immerhin war in der Vergangenheit bereits von der Position des Teammanagers die Rede? Auch wurde Marcel Möller als Leiter der Medizinischen Abteilung am letzten Spieltag verabschiedet.
„Bisher war es so, dass die Aufgaben eines klassischen Teammanagers auf mehrere Schultern verteilt waren. Künftig wird Charles Marcus diese Rolle vollumfänglich für die Profimannschaft übernehmen. Dadurch schaffen wir klare Zuständigkeiten und versprechen uns auch einen deutlichen Qualitätsschub, weil alle organisatorischen und betreuenden Themen gebündelt bei einer Person liegen. Gleichzeitig haben wir uns von Marcel verabschiedet, der sich sportlich verändern wird. Darüber hinaus wird es auch im medizinisch-athletischen Bereich noch weitere Anpassungen geben. Hier liegt der Fokus klar darauf, neue Impulse zu setzen. Gerade in Verbindung mit unserem neuen Funktionsgebäude und den zusätzlichen Trainingsplätzen haben wir jetzt auch die infrastrukturellen Voraussetzungen, um inhaltlich den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.“

Parallel entwickelt sich auch die Infrastruktur des Clubs spürbar weiter. Welche Bedeutung hat der neue FCM-Campus mit neuem Gebäude und den zusätzlichen Plätzen für die Zukunft des FCM? Wie umfangreich kann man sich die neue Infrastruktur vorstellen? Wann ist mit der Eröffnung für Profis respektive für den Nachwuchs zu rechnen?
„Das neue Funktionsgebäude und die zusätzlichen Trainingsplätze sind in Summe ein echter Quantensprung in unserer infrastrukturellen Entwicklung. Wir schaffen damit optimale Voraussetzungen, um sportliche Höchstleistungen zu ermöglichen. Die Profimannschaft wird am 25. Juni zur sportärztlichen Untersuchung zusammenkommen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Profibereich im Wesentlichen voll funktionsfähig sein. Es wird sicher noch die ein oder andere Maßnahme geben, die in der Kürze der Zeit noch nicht umgesetzt werden konnte, aber die Grundlage steht. Der Nachwuchsbereich wird etwas später nachziehen, da dort auch die Saisonvorbereitung später beginnt. Schritt für Schritt wird also der gesamte Campus in Betrieb gehen. Die offizielle Eröffnung planen wir aktuell für Ende August. Dabei soll es auch einen entsprechenden Rahmen mit allen Beteiligten geben, die maßgeblich zu diesem Projekt beigetragen haben. Insgesamt ist der neue FCM-Campus ein zentraler Baustein für die weitere Entwicklung des Vereins.“
Vor kurzem hatten wir die U14 des MLS-Clubs Columbus Crew bei uns in Magdeburg zu Gast. Wie kam es zu diesem Projekt und wie wichtig ist so ein Austausch für die Entwicklung junger Spieler? Sind weitere solcher Projekte in Planung?
„Die Idee ist aus unserer bisherigen Entwicklung heraus entstanden. Mit dem Pape-Cup haben wir bereits ein international anerkanntes Jugendturnier in Magdeburg etabliert. Gleichzeitig haben wir uns gefragt, wie wir darüber hinaus weitere Formate schaffen können, um unsere Internationalisierung gezielt voranzutreiben. Über bestehende Kontakte ist dann der Austausch mit Columbus Crew aus den USA entstanden. Das Hosting haben wir bewusst auch in enger Abstimmung mit der DFL umgesetzt. Uns ist klar, dass wir als Club unsere Rolle im Gesamtkonstrukt einordnen müssen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass alle Vereine ihren Beitrag leisten, wenn es darum geht, die internationale Sichtbarkeit der Bundesliga weiter zu stärken. Wir können nicht nur steigende internationale Erlöse einfordern, sondern müssen auch selbst aktiv werden. Das ist aus unserer Sicht ein klares Signal, dass wir diese Verantwortung annehmen. Darüber hinaus bringt uns der Austausch auch inhaltlich weiter. Wir gewinnen Einblicke in andere Herangehensweisen, insbesondere aus einem Markt wie den USA, der sich in vielen Bereichen sehr dynamisch entwickelt. Dieser Austausch hilft uns, neue Impulse aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Und nicht zuletzt profitieren auch unsere Nachwuchsspieler davon. Solche Erfahrungen tragen zur persönlichen Entwicklung bei und erweitern den Blick über den eigenen Horizont hinaus. In der Summe war das eine sehr wertvolle Maßnahme, die wir perspektivisch fortsetzen wollen.“
Gerade im Nachwuchsbereich soll sich in den kommenden Jahren einiges entwickeln. Welche Rolle spielt das NLZ in den mittel- wie langfristigen Planungen des Vereins?
„Wenn wir mittel- und langfristig im Profifußball bestehen wollen, müssen wir die Durchlässigkeit vom Nachwuchs in den Profibereich deutlich erhöhen. Das ist für uns ein zentraler Hebel. Zum einen, weil wir so eigene Talente in die Mannschaft integrieren können, ohne dafür hohe Ablösesummen investieren zu müssen. Zum anderen gehört es aber auch dazu, dass sich Spieler teilweise schneller entwickeln, als wir es als Club abbilden können. In solchen Fällen ist es absolut legitim, über Transfers Erlöse zu generieren. Es gibt in Deutschland gute Beispiele, an denen man sich orientieren kann, etwa Freiburg in der Bundesliga oder auch Nürnberg in der 2. Liga, die sehr konsequent auf Talententwicklung setzen. Für uns ist die Nachwuchsarbeit deshalb nicht nur ein strategisches Thema, sondern ein klar erfolgskritischer Faktor. Unser Anspruch ist es, junge Spieler so auszubilden, dass sie die Qualität haben, uns im Profibereich weiterzuhelfen. Entsprechend hat die Weiterentwicklung des Nachwuchsbereichs bei uns eine sehr hohe Priorität.“
Der FCM gilt inzwischen als wirtschaftlich stabiler Club. Wie wichtig ist diese finanzielle Entwicklung für die nächsten Schritte des Vereins?
„Die wirtschaftliche Stabilität ist die Basis unseres gesamten Handelns beim 1. FC Magdeburg. Insofern können wir heute sagen, dass der Club sehr solide aufgestellt ist. Das liegt vor allem daran, dass wir in den vergangenen Jahren eine gute Balance gefunden haben zwischen verantwortungsbewusstem Wirtschaften und punktuell notwendigem Risiko. Nur mit einem reinen Sicherheitsdenken werden wir die 2. Liga auf Dauer nicht halten können. Gleichzeitig passt es aber auch nicht zu unserem Profil, überzogene Risiken einzugehen. Gerade die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben uns da geprägt. Ein klarer Beleg für unsere wirtschaftliche Stabilität ist, dass wir das neue Funktionsgebäude für Profis und Nachwuchs, abgesehen von öffentlichen Fördermitteln, komplett aus eigenen Mitteln finanzieren konnten. Das zeigt, dass wir finanziell gesund sind. Gleichzeitig gehört aber auch zur Wahrheit, dass dieses Infrastrukturprojekt erhebliche Mittel gebunden hat. Deshalb ist es jetzt wichtig, unser Eigenkapital wieder gezielt aufzubauen. Denn nur mit einer starken Eigenkapitalbasis können wir die nächsten Entwicklungsschritte gehen. Das betrifft nicht nur den sportlichen Bereich, sondern auch den kaufmännischen Bereich. Themen wie Digitalisierung und der Umgang mit neuen Technologien erfordern ebenfalls Investitionen. Unser Anspruch ist es deshalb, über alle Erlösströme hinweg weiter zu wachsen und die wirtschaftliche Grundlage so zu stärken, dass wir nachhaltig erfolgreich arbeiten können.“

Die Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen Dresden haben ganz Deutschland wochenlang beschäftigt. Wie blickt der Verein heute auf diese Ereignisse – und welche Konsequenzen wie Maßnahmen wurden daraus gezogen bzw. seitdem umgesetzt?
„Das Spiel gegen Dresden war ohne Frage ein schwarzer Tag für den 1. FC Magdeburg. Für uns ist völlig klar, dass wir jede Form von Gewalt entschieden ablehnen. Die Tage und Wochen danach waren für uns sehr herausfordernd. Wir haben die Ereignisse bewusst gründlich und differenziert aufgearbeitet und uns dabei nicht von kurzfristigen oder populistischen Erwartungen treiben lassen. Von außen wurde das teilweise als zu zögerlich oder als nicht ausreichend klare Abgrenzung wahrgenommen. Diese Einschätzung teilen wir so nicht. Unser Anspruch war und ist es, auf einer gesicherten Faktenlage zu kommunizieren und entsprechend verantwortungsvoll zu handeln. Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Aufarbeitung in der Sache gut und strukturiert umgesetzt haben. Die große Schwierigkeit in solchen Situationen liegt darin, dass die Erwartungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen sehr heterogen sind und häufig nicht miteinander in Einklang zu bringen sind. Unabhängig davon, wie man agiert, wird es immer auch Kritik geben. Gleichzeitig haben wir konkrete Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die bauliche Anpassung im Gästebereich, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Klar ist auch, dass die strafrechtliche Aufarbeitung aktuell bei den zuständigen Behörden liegt. Parallel dazu haben wir bereits Stadionverbote ausgesprochen und werden bei gesicherten Erkenntnissen auch weitere Maßnahmen ergreifen. Uns ist aber ebenso bewusst, dass wir den präventiven Bereich weiter stärken müssen und werden daher unter anderem die Fanbetreuung personell ausbauen. Unser Ziel ist es, alles dafür zu tun, dass sich ein Vorfall in dieser Form nicht wiederholt.“
Trotz solcher Themen bleibt die Unterstützung der FCM-Fans ein großer Faktor. Wie wichtig ist dieses Umfeld für die Entwicklung des Vereins insgesamt?
„An der Stelle muss ich unsere Fans wirklich ausdrücklich loben. Wenn man sich anschaut, wie wir in die Saison gestartet sind und dass wir über weite Strecken gegen den Abstieg gespielt haben, dann ist es alles andere als selbstverständlich, wie sie uns unterstützt haben. Ich finde, unsere Fans haben ein sehr gutes Gespür dafür bewiesen, wann und wie Unterstützung notwendig ist. Die große Zahl an Auswärtsfahrern und insbesondere auch die steigenden Zuschauerzahlen in den Heimspielen in der entscheidenden Phase haben gezeigt, wie geschlossen hier agiert wurde. Diese Unterstützung war mit Sicherheit ein entscheidender Faktor für den Klassenerhalt. Das hat man gespürt. Das Banner „Wer liebt, der glaubt“ bringt es für mich sehr treffend auf den Punkt. Es zeigt, wie wir in dieser Phase als Club zusammengerückt sind. Mannschaft, Fans, Gremien und Mitarbeitende haben gemeinsam daran geglaubt und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht.“

Infrastruktur, Professionalisierung und sportliche Entwicklung: Wohin soll die Reise des 1. FC Magdeburg in den kommenden Jahren gehen? Welche Projekte sollen in der Zukunft in den Fokus gerückt werden?
„Der Anspruch ist klar, wir wollen uns strukturell in allen Bereichen weiter professionalisieren. Das betrifft das Scouting, den Nachwuchsbereich und auch unsere internen Prozesse. Gleichzeitig geht es darum, die infrastrukturellen Voraussetzungen, die wir jetzt geschaffen haben, bestmöglich zu nutzen. Ein konkretes Ziel ist es, einen weiteren Trainingsplatz zu bauen, um auch unseren Frauen- und Mädchenmannschaften die Möglichkeit zu geben, am FCM-Campus zu trainieren und ihre Spiele dort auszutragen. Aktuell sind diese Teams noch über die Stadt verteilt. Unser klares Ziel ist es, die gesamte FCM-Familie am Campus zu bündeln und optimale Bedingungen für alle Bereiche zu schaffen. Auch im kaufmännischen Bereich wollen wir uns weiterentwickeln. Themen wie Vermarktung, Merchandising und Ticketing bleiben zentrale Handlungsfelder. Gleichzeitig geht es darum, neue Technologien gezielt einzusetzen und für uns nutzbar zu machen. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, sondern muss kontinuierlich weitergeführt werden. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Entwicklung eines neuen Erlebnis-Quartiers am Stadion, das perspektivisch die bestehenden Zeltlösungen ablösen soll. Hier denken wir an einen multifunktionalen Bereich, der an Spieltagen als Hospitality-Fläche dient, gleichzeitig aber auch Räume für ein Museum, den KidsClub und Veranstaltungen außerhalb des Spielbetriebs bietet. Darüber hinaus wollen wir die Internationalisierung weiter vorantreiben. Wir haben mit Spielen und Projekten im Ausland bereits erste Schritte gemacht und wollen diesen Weg konsequent weitergehen, auch um die internationale Geschichte des Clubs stärker in die Gegenwart zu überführen. Und natürlich gibt es auch im Stadion selbst weiterhin Handlungsbedarf, etwa bei der Erlebnis- und Verpflegungssituation an Spieltagen. In Summe geht es darum, in allen Bereichen Schritt für Schritt besser zu werden und die nächsten Entwicklungsschritte konsequent anzugehen.“
Wie realistisch ist dabei perspektivisch das Thema Bundesliga?
„Das ist im Profifußball grundsätzlich schwer seriös vorherzusagen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es kein unrealistisches Ziel ist. Wenn wir es schaffen, in den kommenden Jahren mehr richtige als falsche Entscheidungen zu treffen, wenn wir die Entwicklung konsequent vorantreiben und auch das notwendige Quäntchen Glück sowie das nötige Momentum dazukommen, dann wird das greifbar. Entscheidend ist aus meiner Sicht dabei vor allem die Zusammensetzung des gesamten Clubs. Ich meine damit nicht nur die Mannschaft auf dem Platz, sondern genauso die Gremien und unsere Mitarbeitenden. Es geht um ein gemeinsames Verständnis und vor allem um den Hunger nach Erfolg. Wenn es uns gelingt, diesen Anspruch und diese Gier nach Weiterentwicklung noch klarer und konsequenter zu leben, dann schaffen wir die Grundlage für den nächsten Schritt. In Kombination mit sportlicher Qualität und dem nötigen Momentum bin ich davon überzeugt, dass wir uns perspektivisch auch Richtung Bundesliga entwickeln können.“
Alle Infos lest ihr in der FCM-App und auf unserer Homepage.



