Zwischen Leistungssport und Abitur

Zwischen Leistungssport und Abitur.

Almuth Steinhoff blickt auf den Alltag der angehenden Abiturienten zwischen Leistungssport und Schule.

Zwischen Leistungssport und Abitur

NLZ

Almuth Steinhoff berichtet über den aktuellen Alltag der NLZ-Fußballer

Termine, Termine… gerade ist jeder Tag für die Zwölftklässler am Magdeburger Sportgymnasium pickepackevoll gepackt. Neben den Vorabi-Klausuren in den letzten Wochen standen auch die sportpraktischen Prüfungen in der Profilsportart an. Für die Fußballerinnen und Fußballer waren viele Prüfungselemente Bestandteile des täglichen Trainings, nur hier wurde unter den strengen Augen der Sportlehrer gewertet.

Neben der Präsentation der Spielfähigkeit mussten alle zukünftigen Abiturienten auch im technischen Bereich ihr Können unter Beweis stellen, also dribbeln, passen und jonglieren sowie Torschüsse zeigen. Einige Wochen zuvor hatten die Zwölftklässler bereits in der Ergänzungssportart Leichtathletik ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis gestellt. Viele Fußballerinnen und Fußballer sind von Haus aus gute Leichtathleten, wie bekannterweise auch Lukas Klostermann. Der Verteidiger von RB Leipzig wäre mit Sicherheit ein sehr guter Sprinter geworden; dreimal in Folge siegte er beim Nachwuchs-Finale „Deutschland sucht den Supersprinter“ in Berlin. Dies als kleine Randnotiz. Die Prüfungsanforderungen im Nebenfach Leichtathletik meisterten die meisten Fußis sehr gut, zu absolvieren waren Aufgaben in den Bereichen Sprint, Lauf, Sprung und Wurf.

Nun sind die letzten Schulwochen angebrochen. Die letzten Klausuren wurden geschrieben, Referate und abschließende Tests haben noch die ein oder andere Verbesserung gebracht. Am letzten Freitag vor den Osterferien haben dann die Zwölftklässler traditionell das „Abklingeln“ gefeiert. Aktuell werden die Abiturprüfungen geschrieben, ehe dann die mündlichen Prüfungen die Schulzeit abschließen.

Parallel zum Schulalltag laufen derzeit die Spiele in der Liga B - für die U19-Fußballer des 1. FC Magdeburg mit Hin- und Rückrunde. Trotz des Nichterreichens der Qualifikation um die deutsche Meisterschaft ist diese Zeit immens wichtig; zum einen für die weitere individuelle Entwicklung, zum anderen aber auch, um eventuell schon im Männerbereich Fuß zu fassen. Mittelstürmer Joonas Frenzel hat dies schon geschafft; der 19-Jährige läuft regelmäßig in der Startelf der U23 in der Regionalliga auf. Abwehrmann Henrik Jakob stand beim Auswärtsspiel gegen den FSV Luckenwalde im Kader. Die ehemalige U17-Kapitänin Marie Krümmel ist in dieser Saison in die Erste Frauen aufgerückt, die in der Regionalliga Nordost spielt.
 


Der Alltag der jungen Kickerinnen und Kicker ist während der schulischen Ausbildung klar strukturiert. „Schule und Training sind aufeinander abgestimmt, oft ist das Training direkt nach Schulschluss angesetzt“, beschreibt Mittelfeldspieler Tom Ventzke die tägliche Routine. „Wenn schon halb sechs Schluss ist, fühlt sich die Doppelbelastung nicht so stressig an.“ Sich nicht zu viel Druck zu machen und einen Ausgleich neben Schule und Training zu haben, ist Abwehrspieler Felix Peters wichtig. Und Torhüter Emil Strauß ergänzt: „Ein geregelter Schlafrhythmus ist absolut notwendig, ebenso das effektive Umgehen mit der Zeit, egal, ob in der Schule oder auch bei einer Extraeinheit.“

Wichtige Tipps von jungen Fußballern, die schon jahrelang den NLZ-Alltag kennen und als Sportschüler „vorzeigbar sind“. Mit den Torhütern Noah Kruth, Robert Kampa und Tom Schlitter haben es ehemalige Abiturienten in den Aktiven-Bereich geschafft. Auch Magnus Baars, Paul Heinrich, Tarek Chahed, Conner Schulze sowie Caroline Hildebrand, Tabea Alsleben, Amy Cienskowski, Johanna Giese, Emma Karl und Antonia Schulz haben eine erfolgreiche Karriere am Magdeburger Sportgymnasium absolviert und stehen in Diensten des 1. FC Magdeburg.

Die jungen Sportlerinnen und Sportler sind mehr als ein Beleg dafür, dass die Doppelbelastung Schule und Leistungssport erfolgreich mach- und schaffbar ist, nicht zuletzt aufgrund sehr guter Bedingungen an der Magdeburger Friedrich-Ebert-Straße.

Text: Almuth Steinhoff