Die AG Regionalliga-Reform hat ihre Arbeit im Rahmen der fünften Sitzung beendet und hat zwei Modelle zur Neuausrichtung vorgelegt.

Regionalliga-Reform: Entscheidung über Zukunft des Aufstiegs steht bevor

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Regionalliga-Reform: Entscheidung über Zukunft des Aufstiegs steht bevor

Die AG Regionalliga-Reform hat ihre Arbeit im Rahmen der fünften Sitzung beendet und hat zwei Modelle zur Neuausrichtung vorgelegt. 

Am Mittwoch, dem 25. März 2026, tagte die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzte Arbeitsgruppe ‚Regionalliga-Reform‘ zum fünften Mal in Frankfurt. Im Mittelpunkt stand dabei erneut die zentrale Frage, wie der seit 2012 bestehende strukturelle Konflikt gelöst werden kann: Vier Absteiger aus der 3. Liga stehen fünf Regionalliga-Meistern gegenüber – bei nur vier Aufstiegsplätzen. 
Nach Abschluss der Sitzung hat die 13-köpfige Arbeitsgruppe des Deutschen Fußballbundes zwei Modelle mit unterschiedlichen Ansätzen zur Neuausrichtung vorgelegt. Einig ist man sich jedoch in beiden Modellen in einem zentralen Punkt: Künftig soll es eine viergleisige Regionalliga geben, sodass alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen können.

Im Fokus der weiteren Entscheidungsfindung stehen damit zwei unterschiedliche Ansätze: Zum einen beruft sich die AG auf das ‚Regionenmodell‘ das bereits bestehende Ligen teilweise neu anordnen und zuschneiden würde. Dem gegenüber steht als zweite Lösung das sogenannte ‚Kompassmodell‘, welches auf eine flexible Einteilung der Staffeln nach geografischen Gesichtspunkten setzt. 

Der Vorsitzende der AG Regionalliga-Reform, Dr. Michael Vesper, sagt: „Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine.“

Die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘, die mittlerweile bundesweit von 70 Vereinen getragen und auch vom 1. FC Magdeburg unterstützt wird, spricht sich klar für das ‚Kompassmodell‘ aus. Dieses verfolgt umfassend das Ziel, den sportlichen Wettbewerb gerechter zu gestalten. Alle Meister steigen direkt auf, somit entfällt die Relegation. Feste Auf- und Abstiegsstrukturen schaffen damit Verlässlichkeit für alle Viertliga-Vereine. Gleichzeitig sollen Reisewege reduziert, Kosten planbarer gemacht und regionale Rivalitäten erhalten bleiben. Die ‚Aufstiegsreform 2025‘ sieht in diesem Ansatz eine faire und zukunftsfähige Lösung, die den gesamten deutschen Fußball stärkt, anstatt einzelne Regionen zu benachteiligen.

Tommy Haeder, Sprecher der Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘: „Wir stehen jetzt an einem Punkt, an dem klar ist: Es geht nicht mehr nur um sportliche Fragen – es geht um eine politische Entscheidung für die Zukunft des deutschen Fußballs. Das Kompassmodell ist der einzige Ansatz, der von allen Staffeln Veränderungsbereitschaft einfordert und den Fußball zusammenführt, statt ihn weiter zu spalten.“

In den kommenden Wochen werden die Vereine in den Entscheidungsprozess einbezogen. Ein neues Modell, mit vier Regionalliga-Staffeln, könnte bei entsprechendem Beschluss ab der Saison 2028/2029 umgesetzt werden. Qualifikationssaison wäre in diesem Fall die Spielzeit 2027/2028.