1. FC Magdeburg schlägt den VfB Lübeck mit 1:0 (0:0)

Heimerfolg im Sonntagsspiel

Profis

1. FC Magdeburg schlägt den VfB Lübeck mit 1:0 (0:0)

Erstmals seit neun Jahren bekam es der 1. FC Magdeburg am heutigen Sonntag, 25.04.2021, in einem Heimspiel mit dem VfB Lübeck zu tun. Die Hansestädter waren zum Abschluss der englischen Woche am 34. Spieltag der 3. Liga 2020/2021 an der Elbe zu Gast. Am Ende einer lange offenen Partie gegen den norddeutschen Aufsteiger fuhr die Titz-Elf einen 1:0-Heimerfolg ein und setzte somit ihre positive Serie fort.

Personal
Mit drei Veränderungen ging FCM-Cheftrainer Christian Titz in die Partie gegen die Grün-Weißen. Raphael Obermair (Rotsperre) und Dominik Ernst (Gelbsperre) konnten in der heutigen Partie nicht mitwirken. Sie wurden vom zurückkehrenden Alexander Bittroff und Henry Rorig ersetzt. Außerdem begann Leon Bell Bell für Florian Kath.

Lübeck-Coach Rolf Landerl schickte seine Mannschaft im Vergleich zum Unentschieden gegen Ingolstadt unter der Woche ebenfalls mit drei neuen Kräften aufs Feld. Im Mittelfeld mussten Mirko Boland und Thorben Deters jeweils mit ihrer fünften gelben Karte aussetzen. Dafür agierten Osarenren Okungbowa und Marvin Thiel. Des Weiteren spielte Elsamed Ramaj für Lucas Wolf von Beginn an. 

Tor

1:0 Leon Bell Bell (82.): Im Mittelfeld setzt sich Luka Sliskovic im Zweikampf durch und leitet den Ball zu Baris Atik weiter. Der sieht den startenden Bell Bell, welcher das Spielgerät annimmt und in den Strafraum eindringt. Dort lässt er zunächst einen Lübecker Gegenspieler aussteigen und erzielt mit einem Schuss in die kurze Ecke seinen zweiten Saisontreffer.

Spielverlauf
Um 13 Uhr startete der Unparteiische Lasse Koslowski das Aufeinandertreffen der beiden Vereine, Atik stieß für die Hausherren an. Bereits nach 30 Sekunden prüfte Brünker erstmals Lübeck-Keeper Raeder. Der Abpraller landete bei Jacobsen, dessen Distanzversuch war jedoch zu hoch angesetzt. Der erste Abschluss der Hansestädter ereignete sich nach vier Minuten, als Behrens Akonos Schuss aus kurzer Entfernung zum Eckball klären konnte. Der VfB kam zunächst etwas besser in die Partie und trat offensiv mutig auf. Zum Ende der Anfangsviertelstunde hatte Okungbowa mit einem Distanzschuss die bis dahin beste Möglichkeit des Nachmittages.

Fünf Minuten später sah Akono die erste gelbe Karte der Begegnung, nachdem er nach einer Abseitsentscheidung den Ball wegschoss. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte spielte sich das Geschehen oft zwischen den beiden Strafräumen ab, gefährlich wurde es noch einmal in Minute 38 als Raeder schnell unten war und einen Atik-Flachschuss aus gut 18 Metern entschärfen konnte. Nach einminütiger Nachspielzeit beendete Koslowski den ersten Spielabschnitt. 

Die erste Chance der zweiten 45 Minuten gehörte den Gästen aus dem Norden: Akono scheiterte erneut an Behrens (53.). Kurz darauf reagierte Titz erstmals, indem er Sliskovic für Bertram in die Partie brachte. Besonders nah kam Blau-Weiß einem Torerfolg nach einer guten Stunde: Andreas Müller traf aus 19 Metern nur den Außenpfosten. Zwanzig Minuten vor dem Ende kamen bei den Gästen mit Benyamina und Steinwender zwei neue Offensivkräfte auf den Rasen.

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Leon Bell Bell (verdeckt) wird von seinen Kollegen für seinen Treffer gefeiert. (Foto: 1. FCM / Norman Scholz)

Letzter hatte kurz nach seiner Einwechslung eine gute Torgelegenheit. Nach 75 Minuten landete der Ball schließlich erstmals im Tor. Der Treffer von Bittroff fand jedoch aufgrund einer Abseitsstellung zurecht keine Anerkennung. Mit seiner letzten Aktion des Spiels scheiterte Kai Brünker kurz darauf nach Zuspiel von Atik erneut am stark parierenden Lukas Raeder. Er wurde für die letzten 13 Minuten von Christian Beck ersetzt. Die Führung für die Hausherren gab es schließlich acht Minuten vor dem Abpfiff, als Leon Bell Bell erfolgreich abschloss.

Eine Möglichkeit von Baris Atik, der mit einem Schuss gegen die Laufrichtung erneut an Lübecks Torwart scheiterte, sowie zwei Chancen von Christian Beck in der Schlussphase waren nicht mehr von Erfolg gekrönt, sodass der Schiedsrichter das Aufeinandertreffen nach vierminütiger Nachspielzeit beendete.

Fazit

In einer über weite Strecken offenen Partie fanden die Grün-Weißen zunächst besser ins Spiel, Behrens war mehrmals gefordert. Starke Paraden von Lübeck-Schlussmann Lukas Raeder und der Außenpfosten sorgten in Halbzeit zwei lange für einen ausgeglichenen Spielstand auf der Anzeigetafel. Schließlich war es Leon Bell Bell, der in den letzten zehn Spielminuten den entscheidenden Treffer markierte und somit für die neunte Partie ohne Niederlage in Reihe sorgte. Gleichzeitig sammelte Blau-Weiß weitere wichtige Zähler und kletterte in der Tabelle auf Platz 10.

„Wir sind in einer Phase, in der Spieler oft dazu neigen, ein paar Prozentpunkte zu verlieren und etwas nachlässig zu werden. Genau das macht meine Mannschaft nicht. Sie pusht sich und hat die Bereitschaft, die Dinge umzusetzen. Der Schlüssel war auch diesmal wieder unser Anlaufverhalten. Alle wirken mit und haben einen Anteil daran, wie wir Woche für Woche auftreten“, sagte Cheftrainer Christian Titz nach dem Spiel.

 

Torverlauf: 1:0 Leon Bell Bell (82.)

1. FC Magdeburg: Morten Behrens – Henry Rorig, Tobias Müller, Alexander Bittroff, Leon Bell Bell, Adrian Malachowski, Thore Jacobsen (89. Brian Koglin), Andreas Müller, Sören Bertram (54. Luka Sliskovic), Baris Atik (89. Sirlord Conteh), Kai Brünker (77. Christian Beck)

VfB Lübeck: Lukas Raeder – Nico Rieble, Tommy Grupe, Ryan Malone, Sebastian Hertner (66. Pascal Steinwender), Osarenren Okungbowa (78. Lucas Wolf), Ersin Zehir, Marvin Thiel, Elsamed Ramaj, Cyrill Akono (66. Soufian Benyamina), Yannick Deichmann

Zuschauer: - (MDCC-Arena Magdeburg)

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Rolf Landerl (Cheftrainer VfB Lübeck) und Christian Titz (Cheftrainer 1. FC Magdeburg) auf FCM-tv:

Stimmen & Szenen mit Henry Rorig und Leon Bell Bell:

Fotos: 1. FC Magdeburg / Norman Scholz