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U-17-Mädchen im Aufwind
Unsere U-17-Juniorinnen
Aus „schwarz-rot“ wurde vor Jahresfrist „blau-weiß“ – nicht nur Insidern ist inzwischen bekannt, dass die Fußballerinnen des MFFC zum 1. FC Magdeburg gewechselt sind. Die Regionalliga-Mannschaft der Frauen rangiert derzeit im unteren Tabellenmittelfeld. Viele ehemalige U-17-Spielerinnen stehen im Kader dieses jungen Teams.
Längst ist es selbstverständlich, dass junge Mädchen Trikots und Stutzen überziehen, ihre „Töppen“ schnüren und dem Ball hinterherherjagen. Viele junge Mädchen träumen genauso wie ihre männlichen Altersgefährten von einer Karriere im Profifußball. Eine Handvoll Spielerinnen mit MFFC-Vergangenheit haben sich ihren Traum erfüllen können. Mit Nina Räcke (Jahrgang 2001) und Nicole Woldmann (Jahrgang 2002) spielen ehemalige MFFC-Spielerinnen in der Frauen-Bundesliga. Auch Selina Cerci schnürt ihre Fußballschuhe in der höchsten Frauenliga und läuft derzeit für die TSG Hoffenheim auf. In die aktuelle U-19-Nationalmannschaft wurde Melina Krüger (HSV / 2. Frauen-Bundesliga) berufen.
Auch aktuell trainieren in der U-17-Mannschaft hoffnungsvolle Talente. Nach der Einstellung der Juniorinnen-Bundesliga sind die Mädchen nun in der Landesliga II gefordert. Elf C-Jugend-Mannschaften und die U-17-Mädchen bieten eine interessante Konstellation. „Inzwischen sind die Mädchen in dieser Liga angekommen, sie stellen sich den Herausforderungen, die natürlich im Spiel gegen Jungs andere sind“, beschreibt Co-Trainer Kevin Ninschkewitz die aktuelle Situation.
„Die neuen Spielerinnen sind in die Mannschaft integriert. Die Mädchen sind schneller geworden, können sich zudem körperlich besser durchsetzen“, ergänzt Cheftrainer Christian Stephan und fährt fort: „Aus der Gruppe heraus finden die Mädchen eigenständig Lösungen, ob auf dem Spielfeld oder auch abseits der grünen Rasenfläche. Da wächst ein Team heran, von dem wir noch viel hören werden.“
Die Begegnungen in der Landesliga bieten viele Herausforderungen, an denen die Mädchen wachsen können. „Gute Gegner mit hohem Spieltempo und die Möglichkeit zum fliegenden Wechsel, ähnlich wie bei einem Hallenturnier“, führt Christian Stephan als Beispiele an. Den Respekt auf dem Spielfeld haben sich die Mädchen längst erarbeitet.
In der aktuellen Liga-Tabelle rangieren sie bei einem Spiel weniger auf dem dritten Platz. Saisonbegleitend läuft eine „Mädchenspielrunde“. Gemeldet haben sich zwölf Teams aus dem Bereich Nord/Nordost. Die Magdeburger Mädchen haben bereits gegen Hertha BSC und den HSV gespielt. Am 24. April geht diese Maßnahme mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig im Germer-Stadion in die nächste Runde.
Ein erfahrenes Trainerteam ist 24/7 für die Mädchen da; neben Cheftrainer Christian Stephan kümmern sich die Co-Trainer Kevin Ninschkewitz und Mia Wiese (als Junior-Coach) um alle Belange vor, auf und hinter dem Spielfeld. Und auch für Kevin Ninschkewitz „ist die Begeisterung für den schönsten Sport der Welt eine Herzensangelegenheit“. Und welche Mannschaft hat schon ein Trainer-Duo (Christian Stephan und Kevin Ninschkewitz), das in einer WG sicher sehr oft den Fußball thematisiert. Vielleicht läuft es deshalb aktuell so gut im Mädchenfußball.
Text: Almuth Steinhoff
Bild: Leon Schiffner