Skilager für die jungen NLZ-Fußballer

„Auf d`r Alm, da gibt`s ka Sünd, denn wir fohr`n do alle wie g`schwind!“

NLZ

„Wer umfassende sportliche Ausbildung sagt, meint die Sportschulen in Magdeburg.“ Angelehnt an einen bekannten Pokalspruch heißt das nichts anderes, als dass die Sportschülerinnen und Sportschüler in Magdeburg nicht nur in ihrer eigentlichen Sportart größtmögliche Förderung erhalten. Im Stundenplan stehen für die Klassen fünf bis sieben auch wöchentlicher Schwimmunterricht und einmal im Jahr die traditionelle Skilager-Woche.

Anton Freyer, Kenneth Wartmann, Emil Czaika sowie Amelie Koch und Mia Hesse lernen seit dem vergangenen August am Sportgymnasium Magdeburg, besuchen dort die Klassen 5a und 5b. Vor kurzem tauschten die fünf jungen Fußballerinnen und Fußballer Stutzen, Trikots und Fußballschuhe gegen schmale Langlaufskier und Skistöcke. An vier Ausbildungstagen Skilaufen lernen? Funktioniert so etwas? Und dann noch so weit von zu Hause? Vieles im Skicamp Inzell war für die Mädchen und Jungs neu: Angefangen vom Wohnen in Holzbungalows über die Selbstorganisation der Klamotten und des Lunchpaketes bis hin zum eigentlichen Skitraining. Und da war ja noch Skigott Ullr, der auf alle jungen Ski-Eleven ein wachsames Auge hatte …

Das bayrische Inzell bot in diesem Jahr den jungen Langläufern fast optimale Bedingungen für das Erlernen der klassischen Technik. Es wurden der Doppelstockschub, der Diagonalschritt, der Grätenschritt und der Schneepflug vermittelt. Rund um den Wintersportort waren die Loipen gut belaufbar, so dass schon am ersten Tag „Strecke gemacht werden konnte.“ Die Langlaufausbilder Lutz Lingener, Philipp Widera und Michael Schuster vom Sportgymnasium attestierten den Fünfen enorme Lernfortschritte. „Doppelstockschub und Diagonalschritt gingen am ersten Tag schon richtig gut“, meinte Kenneth Wartmann. Auch an verschiedenen Anstiegen und Abfahrten waren Mia, Amelie, Kenneth, Emil und Anton „kein Fallobst“, sondern kamen immer besser mit dem Grätenschritt (hoch) sowie dem halben Schneepflug (hinab) zurecht. Amelie Koch berichtete: „Wenn man die Technik richtig anwendet, ist man in der Loipe richtig schnell.“ Und so konnten sich Anton, Emil und Amelie vordere Startplätze für den abschließenden Wettkampf sichern.

Besonders gut „flog“ Emil Czaika durch die Loipe im Dreiseen-Gebiet. Der U12-Torhüter lief vom siebten Startplatz auf Rang zwei vor und belegte über knapp drei Kilometer den Silberplatz in einer Zeit von 13:03min. Auch Anton, Amelie, Mia und Kenneth schlugen sich achtbar. In der Endabrechnung erhielten alle fünf jungen Kicker gute und sehr gute Bewertungen von ihren Ausbildern. Und was war sonst noch spannend in Inzell?

Amelie Koch (U13) / linker Flügel – „Man konnte schon am ersten Tag im eigenen Tempo laufen.“

Mia Hesse (U11) / Torhüterin – „Im Bungalow zu wohnen war cool.“

Anton Freyer (U12) / Außenverteidiger – „Die Landschaft mit den vielen Bergen hat mir sehr gefallen.“

Kenneth Wartmann (U12) / Mittelfeldspieler – „Wir hatten auch Zeit für uns. Und der Biathlon-Wettkampf in der Turnhalle hat Spaß gemacht.“

Emil Czaika (U12) / Torhüter – „Die Technik war einfach zu lernen. Jetzt will ich das meiner Mama beibringen.“

Text und Bild: Almuth Steinhoff