Eine Meistersaison im Rückblick – Teil 5

Der 1. Magdeburg steigt auf

Profis

Eine Meistersaison im Rückblick 

Mit 78 Punkten ist der 1. FC Magdeburg in der Drittligasaison 2021/2022 als Meister aufgestiegen. Am Sonntag, 24. April 2022, wurden Aufstieg und Meisterschaft gesichert. 

In unserer achtteiligen Serie blicken wir in den kommenden acht Tagen auf unsere Meister-Saison zurück. 

 

Teil 5 – Geisterspielauftakt und erfolgreicher Endspurt bis Weihnachten 

Mit gemischten Gefühlen reiste unser Team nach Bayern, nur wenige Tage zuvor wurde beschlossen, dass Fußball-Partien aufgrund der hohen Inzidenzen ohne Zuschauer ausgetragen werden. Beim TSV 1860 München fehlte am Samstag, 4. Dezember 2021, definitiv eine große Kulisse. Dafür fehlte es nicht an Toren. Furios startete der Club in die Partie und fertigte die Löwen regelrecht ab. 

Zur Halbzeit stand es 5:0 im Grünwalder Stadion. Krempicki (2), Atik, Andreas Müller und Schuler verewigten sich in der Torschützenliste. Ergebniskorrektur gelang der Elf von Michael Köllner noch, 2:5 war das Endergebnis – ein wichtiger Dreier. Übrigens sah das Team um Baris Atik in dieser Partie keine einzige Gelbe Karte. In der abgelaufenen Saison lag Magdeburg mit 67 Gelben Karten auf Platz 17 der Abschlusstabelle, Krösus war Duisburg mit 97 Gelben Karten. 

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Hier kommt Luca Schuler zu Fall, doch kurz danach sollte er gegen den VfL Osnabrück treffen. Foto: 1. FCM / Norman Seidler

Vor Weihnachten stand eine englische Woche auf dem Programm. Wieder begrüßte der 1. FC Magdeburg eine absolute Topmannschaft in der MDCC-Arena. Der VfL Osnabrück war als Zweitliga-Absteiger zu Gast und auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga aus. Osnabrück lag acht Zähler hinter Magdeburg (34 Punkte) und hätte aufschließen können. Dank Luca Schuler, der sein achtes von zwölf Saisontoren erzielte, ging der FCM mit 1:0 in Führung. Kunze glich in der zweiten Halbzeit aus. Christian Titz wechselte Florian Kath in der 63. Minute ein, der eine entscheidende Rolle spielte. In der 90. Minute wurde der FCM-Angreifer im Strafraum von den Beinen geholt. Baris Atik zeigte Nerven und Philipp Kühn im Tor der Gäste parierte den folgenden Elfmeter. Doch den Nachschuss konnte Atik zum Sieg verwandeln. 

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Adrian Malachowski im Duell gegen Zwickaus Can Coskun. Foto: 1. FCM / Nicole Otremba

Nur vier Tage später stand der Abschluss der Hinserie in der 3. Liga für den 1. FC Magdeburg an. Ein zweites und zum Glück letztes Mal absolvierte der Club ein Geisterspiel in dieser Saison – beim FSV Zwickau. Luca Schuler traf schon wieder (7. Minute), nach Vorlage von Jason Ceka (vierte Saisonvorlage). Der guten Anfangsphase folgten ein schwerfälliger Spielverlauf und in den letzten Minuten der Partie gelang der Elf von Joe Enochs der Ausgleich nach einem Standard, den FCM-Abwehrspieler Korbinian Burger in das eigene Tor köpfte. „Wir haben unsere Linie verloren, haben uns unnötig auf ein Kampfspiel eingelassen“, sagte Christian Titz nach der Partie. 

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Connor Krempicki bejubelt sein Tor beim TSV 1860 München. Foto: 1. FCM / Norman Seidler

Fünf Tage vor Weihnachten empfing der Club den SV Waldhof Mannheim in der MDCC-Arena. Das Hinspiel hatte Magdeburg mit 2:0 für sich entschieden. Spielerisch zeigte die Elf von Patrick Glöckner immer wieder starke Leistungen und wollte die Tabellenspitze erobern, doch das gelang nicht. Nach einem Standard von rechts erzielte Florian Kath am langen Pfosten das 1:0, sein zweites Saisontor. Baris Atik legte das 2:0 nach und Luca Schuler erzielte in der 66. Minute mit dem 3:0 die Entscheidung. Der 1. FC Magdeburg ging als Spitzenreiter in die Winterpause.