
Trotz Führung: U23 muss sich Rot-Weiß Erfurt mit 2:3 geschlagen geben
Aufstellung
1. FC Magdeburg U23: Kampa – Vogler, Pohl, Dzogovic (64. Zajusch), Kamm – Mergner Giesen, Leipertz – Baars (75. Bytyqi), Ahl-Holmström (45. Frenzel), Widmann (75. Hink)
Tore
1:0 – Widmann (31.), 1:1 – Hajrulla (33.), 1:2 – Hajrulla (36.), 1:3 – Caciel (71.), 2:3 – Bytyqi (90 + 7)
Spielverlauf
Trotz Führung: U23 muss sich Rot-Weiß Erfurt mit 2:3 geschlagen geben
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erwischte die Zweitvertretung des 1. FC Magdeburg den deutlich besseren Start in die Partie gegen FC Rot-Weiß Erfurt. Das Team von Daniel Wölfel bestimmte in der Anfangsviertelstunde Tempo und Spielkontrolle und kam früh zu guten Möglichkeiten. So verpasste Alexander Ahl Holström nach Vorarbeit von Leon Mergner die frühe Führung, als Erfurts Torhüter Lorenz Otto in letzter Sekunde klären konnte. Wenige Minuten später hatte der schwedische Offensivakteur erneut Pech, als sein Abschluss in der 14. Minute an den Querbalken prallte. Auch Widmann setzte ein weiteres Offensivzeichen, doch ein Treffer für Blau-Weiß blieb zunächst aus.
Mit zunehmender Spieldauer fanden jedoch auch die Gäste besser in die Begegnung. Ein Fehler in der Magdeburger Defensive führte in der 21. Minute zur bis dahin besten Chance der Thüringer. Fünf Minuten später zwang Laurenz Dehl die FCM-Abwehr aus spitzem Winkel zu einer Ecke, die jedoch ohne Gefahr blieb.
Die verdiente Führung für Magdeburg fiel schließlich in der 31. Minute: Widmann traf von der Strafraumkante zum 1:0. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später glich Romarjo Hajrulla per Kopf aus, ehe derselbe Spieler in der 36. Minute ins verwaiste Magdeburger Tor einschob und die Partie drehte.
Nach dem Seitenwechsel blieb Magdeburg bemüht, kam jedoch zunächst kaum zu klaren Abschlüssen. In der 64. Minute reagierte das Trainerteam mit einem Wechsel und brachte Marcel Zagjusch für Eldin Dzogovic. Dennoch erhöhte Erfurt in der 71. Minute auf 1:3, als Benjika Caciel einen Abschluss aus rund 20 Metern im rechten Eck unterbrachte.
Der FCM versuchte in der Schlussphase nochmals alles und brachte in der 75. Minute mit Hector Hink und Enis Bytyqi frische Kräfte für Elisio Widmann und Magnus Baars. Die Bemühungen wurden jedoch erst tief in der Nachspielzeit belohnt: In der siebten Minute der Nachspielzeit erhielt Magdeburg einen Elfmeter, den Bytyqi sicher zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelte. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Luis Riedel die Partie.
Trainer Daniel Wölfel: „Bis zum Ausgleich haben wir nichts zugelassen und dann, wie aus dem Nichts, den Ausgleich kassiert. Was mich aber heute Abend sehr positiv gestimmt hat, ist, dass wir über 90 Minuten sehr aktiv waren. Jetzt gilt es, sich einfach wieder für den Fleiß zu belohnen.“
Kapitän Willi Kamm: „Gegen einen wirklich guten Gegner konnten wir heute ordentlich mithalten. Leider zieht es sich aber schon durch die gesamte bisherige Saison, dass wir gegen die Kontrahenten, die tabellarisch vor uns stehen, am Ende ohne Zählbares den Platz verlassen - selbst wenn wir gut performt haben. Leider waren wir gegen Erfurt vor dem Tor zu ineffektiv.“



